Papst Franziskus hat 2015 im Vatikan eine Kommission zum Schutz von Kindern vor Missbrauch eingerichtet. Sein Nachfolger Leo XIV. erwartet von ihr eine klare Aufgabenteilung mit anderen Behörden und neue Konzepte.
Vreni Peterer vertritt als Präsidentin der IG-MikU die Betroffenen von sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche. Sie sieht Assessments bei Seelsorgenden als «sinnvollen Baustein der Prävention». Entscheidend seien aber «funktionierende Schutzstrukturen».
Die Schweizer Bischofskonferenz (SBK) will die 2025 erstmals durchgeführten Assessments implementieren. Ihr Generalsekretariat wird zur ersten Infostelle für Arbeitgebende – dank einem schweizweiten Verzeichnis aller Assessment-Absolventen. Doch wer durchgefallen ist, müssen Arbeitgebende auf anderen Wegen erfragen.
Gut eine Woche bevor die Universität Paderborn eine Studie zu Missbrauch im Erzbistum Paderborn veröffentlicht, wurde im Dom ein Mahnmal zum Thema vorgestellt. Wie ein Memory-Spiel soll es aufdecken und erinnern.
Im Kampf gegen sexuellen Missbrauch haben die Schweizer Bistümer letztes Jahr erstmals Assessments durchgeführt. Diese bestanden einige Personen mit starken Persönlichkeitsdefiziten nicht, wie der Forensiker Jérôme Endrass sagt. Denn Seelsorgende müssen Verantwortung gegenüber vulnerablen Personen übernehmen können. Gegenüber kath.ch betonen die Beteiligten aus Forensik, Regentie und Geprüften die positiven Seiten der Tests.
Mehr als 100 Betroffene und 98 Tatverdächtige seit 1945: Bei der Aufklärung sexualisierter Gewalt stellt sich der Franziskanerorden in Deutschland ein Armutszeugnis aus. Kein einziger Fall wurde aus eigenen Reihen aufgedeckt.
Der Sexualstraftäter Jeffrey Epstein hat mit dem rechtsextremen US-Katholiken Steve Bannon Strategien besprochen, wie Papst Franziskus geschädigt werden könnte. Dies zeigen die von der amerikanischen Justiz veröffentlichten «Epstein-Files». Offenbar gab es eine Art Bündnis zwischen Gegnern des verstorbenen Papstes aus verschiedenen Kreisen.
Eine neue Studie soll sexuellen Missbrauch und andere Gewalt bei den Salesianern Don Boscos aufarbeiten. Betroffene und Zeitzeugen können ihre Erfahrungen über eine Onlineplattform auch anonym mitteilen. Der Orden ist auch in der Schweiz präsent.
Die Katholische Kirche der Stadt Luzern verstärkt ihr Engagement im Bereich Missbrauchsprävention. Verschiedene Personengruppen müssen neu eine Schulung besuchen. Dazu zählen nebst anderen die zentralen Dienste – und die Freiwilligen.
Das Forscherteam der Universität Zürich erhält nun doch Einsicht in die Personalakten von Priestern, die 1997 bei der Teilung vom Bistum Chur zum Erzbistum Vaduz wechselten. Vaduz übergibt Chur Kopien der Akten mit Zustimmung der betroffenen Priester.
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