Das St. Galler Bildungsdepartement zeigt sich nach den beim Schweizer Fernsehen erhobenen schweren Missbrauchsvorwürfen gegen eine Christliche Schule in Kaltbrunn SG zurückhaltend. Die Situation sei aus Datenschutzgründen blockiert. Ein Schweizer Chocolatier entschuldigte sich bei den Opfern dafür, was an der Schule geschehen war.
Bischof Felix Gmür hat einen Brief an seine Mitarbeitenden mit Leitungsfunktion im Bistum Basel geschrieben. Der Brief betrifft zum Beispiel auch Seelsorgende. Darin geht es um die Ergebnisse der Missbrauchsstudie und den Umgang mit ihr. Gmür dankt seinen Mitarbeitenden für ihr Engagement. Gleichzeitig rechnet er selbst damit, «weiter in der Öffentlichkeit demontiert zu werden» – und beklagt ein Misstrauensvotum.
Die Walliser Staatsanwaltschaft hat ein Vorverfahren im Zusammenhang mit möglichen sexuellen Übergriffen im Umfeld der katholischen Kirche eröffnet. Man habe die Kantonspolizei beauftragt, «mögliche Straftaten im Wallis zu untersuchen, die im Bericht über das Pilotprojekt zur Geschichte des sexuellen Missbrauchs im Umfeld der römisch-katholischen Kirche in der Schweiz seit Mitte des 20. Jahrhunderts nicht verjährt oder bereits behandelt worden sind».
Die «Pilotstudie zur Geschichte des sexuellen Missbrauchs im Umfeld der römisch-katholischen Kirche in der Schweiz seit Mitte des 20. Jahrhunderts» schlägt hohe Wellen. Zu Gast in der aktuellen Folge des Podcasts «Laut + Leis» sind Bischof Felix Gmür, er ist Präsident der Schweizer Bischofskonferenz, und die Studienleiterin und Geschichtsprofessorin Marietta Meier. Die beiden sprechen über die erschütternden Ergebnisse und welche Massnahmen jetzt greifen müssen.
Die Bischöfe haben auf den kirchlichen Missbrauch spät und ungenügend reagiert. Es braucht Druck von aussen, sagt der Theologe Odilo Noti. Eine Kolumne.
Die Studie über Missbrauch in der katholischen Kirche bewegt auch die Politik in der Schweiz. National- und Ständeräte stellen Forderungen, auch in den Kantonen reichen Politikerinnen und Politiker Vorstösse ein. Die Zürcher Justizdirektorin gibt eine strafrechtliche Aufarbeitung der Missbrauchsfälle in Auftrag. In Bern will ein Grossrat die Kantonsgelder an die Kirche einfrieren.
Die geplante Domherreninstallation von Wieslaw Reglinski, residierender Domherr des Standes Bern, und von Reto Kaufmann, nicht residierender Domherr des Standes Zug, am 23. November in der St. Ursen-Kathedrale Solothurn wird abgesagt.
Ein Priester aus dem Jura soll einen Minderjährigen missbraucht haben. Er gehört der umstrittenen Gemeinschaft Saint-Jean an. Gegen ihn laufen derzeit Untersuchungen in Frankreich. Bischof Felix Gmür hat nach Bekanntwerdung der Anzeige gehandelt.
Die Zürcher Justizdirektorin Jacqueline Fehr (SP) hat eine strafrechtliche Aufarbeitung der Missbrauchsfälle bei der katholischen Kirche gefordert. Sie hat der Staatsanwaltschaft einen entsprechenden Auftrag gegeben.
Ein Priester aus dem Kanton Jura wurde per sofort seines Amtes erhoben. Er soll im Ausland einen Minderjährigen missbraucht haben. Bischof Felix Gmür habe die Justiz und den Vatikan eingeschaltet.
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