Im Kampf gegen sexuellen Missbrauch haben die Schweizer Bistümer letztes Jahr erstmals Assessments durchgeführt. Diese bestanden einige Personen mit starken Persönlichkeitsdefiziten nicht, wie der Forensiker Jérôme Endrass sagt. Denn Seelsorgende müssen Verantwortung gegenüber vulnerablen Personen übernehmen können. Gegenüber kath.ch betonen die Beteiligten aus Forensik, Regentie und Geprüften die positiven Seiten der Tests.
Mehr als 100 Betroffene und 98 Tatverdächtige seit 1945: Bei der Aufklärung sexualisierter Gewalt stellt sich der Franziskanerorden in Deutschland ein Armutszeugnis aus. Kein einziger Fall wurde aus eigenen Reihen aufgedeckt.
Der Sexualstraftäter Jeffrey Epstein hat mit dem rechtsextremen US-Katholiken Steve Bannon Strategien besprochen, wie Papst Franziskus geschädigt werden könnte. Dies zeigen die von der amerikanischen Justiz veröffentlichten «Epstein-Files». Offenbar gab es eine Art Bündnis zwischen Gegnern des verstorbenen Papstes aus verschiedenen Kreisen.
Eine neue Studie soll sexuellen Missbrauch und andere Gewalt bei den Salesianern Don Boscos aufarbeiten. Betroffene und Zeitzeugen können ihre Erfahrungen über eine Onlineplattform auch anonym mitteilen. Der Orden ist auch in der Schweiz präsent.
Die Katholische Kirche der Stadt Luzern verstärkt ihr Engagement im Bereich Missbrauchsprävention. Verschiedene Personengruppen müssen neu eine Schulung besuchen. Dazu zählen nebst anderen die zentralen Dienste – und die Freiwilligen.
Das Forscherteam der Universität Zürich erhält nun doch Einsicht in die Personalakten von Priestern, die 1997 bei der Teilung vom Bistum Chur zum Erzbistum Vaduz wechselten. Vaduz übergibt Chur Kopien der Akten mit Zustimmung der betroffenen Priester.
Bald acht Jahre ist es her, dass die katholische Kirche in Deutschland eine erste Erhebung zu Opfern von sexuellem Missbrauch vorgelegt hat. Seitdem hat sich viel bewegt – offenbar vor allem die Betroffenenzahlen.
Die Schweizer Bischöfe sind daran, ein nationales Register für Assessment-Resultate von Seelsorgenden zu prüfen. Der Dachverband der Landeskirchen kritisiert derweil, bisher keinen Einblick in die Assessments zu haben, obwohl seine Gremien meist die Arbeitgeber sind.
Ein lange verdrängtes Thema: Der Jesuit Hans Zollner sieht erste Erfolge im Kampf gegen Missbrauch von Ordensfrauen. Das Hilfswerk missio warnt: «Es braucht Konsequenz und Zeit.»
Weil sich ein Mann als geweihter Priester ausgab und entsprechend kleidete, musste er sich – über mehrere Instanzen – vor Gericht verantworten. Nun liegt das endgültige Urteil vor.
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