Gläubige Menschen werden teilweise kontrolliert, fremdbestimmt, vom Umfeld abgeschottet. Was früher als Sektenproblem galt, wird heute auch in Landeskirchen als spirituelle Gewalt wahrgenommen. Die Präventionsbeauftragte der Bistümer Chur und St. Gallen, Dolores Waser Balmer, lobt die Kirche für ihr aktuelles Vorgehen gegen Missbrauch.
Zwei Orte in Paderborn bekommen neue Namen. Der Schritt folgt auf die Missbrauchsstudie für das Erzbistum. Statt zweier Kardinäle rücken nun eine Ärztin und die Paderquellen in den Blick.
Die Regensburger Professorin Ute Leimgruber hat an einem Online-Vortrag ihre Erkenntnisse über spirituellen Missbrauch geteilt – und dessen Merkmale benannt. Auch Personen aus der Schweiz hörten mit, da die Betroffenenorganisation für Missbrauch in der Kirche (IG MikU) darauf hingewiesen hatte.
In der Schweiz gibt es drei Organisationen, die die Interessen von Missbrauchsbetroffenen im kirchlichen Umfeld vertreten – in der Deutschschweiz, der Romandie und im Tessin. Nun hat die Generalversammlung der Deutschschweizer IG MikU ein Startkapital zur Gründung eines nationalen Dachverbandes gutgeheissen.
Das Bistum Basel diskutiert über einen Missbrauchsfall: Betroffene kritisieren die monatelange Verzögerung bei der Suspendierung zweier Priester und warnen, mangelnde Transparenz könne weitere Opfer vom Sprechen abhalten.
Die Bischöfe Italiens und Deutschlands haben bereits einen Gebetstag für die Opfer sexuellen Missbrauchs eingeführt. Nun ziehen auch die Schweizer Bischöfe nach.
Die Römisch-Katholische Zentralkonferenz der Schweiz hat sich an ihrer letzten Plenarversammlung mit Aspekten rund um die Massnahmen gegen sexuellen Missbrauch in der Kirche beschäftigt. Sie will dranbleiben, geht aus ihren Entscheiden hervor.
Ein katholischer Geistlicher ist wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Jugendlichen zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Der Mann war geständig, Minderjährige nach einem Besuch des Oktoberfests missbraucht zu haben
Ein Jahresbericht beschreibt zahlreiche Probleme in der Missbrauchsaufarbeitung von Klöstern in Deutschland. Zugleich betont er: Wer sich der Vergangenheit stellt, kann Entwicklung anstossen und die eigene Gemeinschaft stärken.
Die Interessengemeinschaft für Missbrauchsbetroffene im kirchlichen Umfeld (IG-MikU) sieht in den Assessments für angehende Seelsorgende zwar gute Ansätze. Doch für eine wirksame Prävention brauche es mehr.
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