Bei zwei Massnahmen gegen Missbrauch sind die Schweizer Bischöfe an ihrer Versammlung einen Schritt weiter gekommen: bei den psychologischen Eignungstests und dem nationalen kirchlichen Strafgericht. Die Strafgerichtsstatuten sind verabschiedet, die der Vatikan genehmigen muss.
An der Basler Fasnacht haben sich ein paar Schnitzelbänkler mehr oder weniger aufs Thema Kirche spezialisiert. Wie es dazu kam, erzählen der Schyynhailig und D’Gryysel. Sein erster Auftritt als Pfarrer sei etwas Unerhörtes gewesen, sagt der Schyynhailig. D’Gryysel wählten ihre Bischofskostüme 2011 zur Zeit des Medienrummels um die Missbrauchsskandale.
Der Zürcher Synodalratspräsident Raphael Meyer setzt auf Aufklärung und Transparenz, um dem Missbrauchsskandal und dem Vertrauensverlust in die Kirche etwas entgegenzusetzen. Er zeigt sich überzeugt, dass «die Kirche die derzeitige Situation überdauern wird».
Vor gut einem Monat hat die Diözese Bozen-Brixen eine unabhängige Studie zum Umgang mit Missbrauchsfällen veröffentlicht. Seither haben sich mehr als 20 Betroffene an die diözesane Ombudsstelle gewandt. Eine Fachgruppe überprüft beschuldigte Priester.
Das Walliser Kantonsgericht hat am 18. Februar die Beschwerde von Chorherr Roland Jaquenoud gegen seine Kündigung als Lehrer gutgeheissen. Nun fordert Jaquenoud seine Rehabilitierung aufs kommende Schuljahr. Doch der Leiter des Unterrichtswesens lehnt ab, wegen einem «totalen Vertrauensverlust».
«Der Verhaltenskodex wurde von der Präventionskommission der Diözese Sitten ausgearbeitet und ist eine konkrete Anwendung der Richtlinien der Schweizer Bischofskonferenz und der Charta gegen sexuellen Missbrauch der Diözese Sitten», erklärte jüngst Bischof Lovey. Generalvikar Pierre-Yves Maillard spricht über den Stand der Dinge.
Seit der Publikation der Pilotstudie zum Missbrauch arbeiten Kanton und Kirche in Zürich bei der Prävention eng zusammen. Eine Umfrage des Kantons hat nun Verbesserungspotential bei der Personalführung aufzeigt. 35 Prozent der Befragten wissen nicht, welche Tätigkeiten risikoanfällig sind.
«Operation Kelch» – so hiess eine spektakuläre Polizei-Razzia gegen Belgiens Bischöfe 2010. Jahrelange Ermittlungen um Missbrauchsskandale folgten. Nun ist klar: Es wird keinen weiteren Prozess in der Sache geben.
Gegen den ehemaligen Erzbischof von Lima gibt es Missbrauchsvorwürfe. Nun werden Forderungen an den Bürgermeister der peruanischen Hauptstadt laut, er solle eine erst im Januar verliehene Verdienstmedaille zurückfordern.
Nach der Publikation der Pilotstudie zum Missbrauch beschlossen die Schweizer Bischöfe, ein nationales kirchliches Straf- und Disziplinargericht zu errichten. Noch sind viele Fragen offen. Zurzeit erarbeiten Fachleute unter der Leitung des Churer Bischofs Joseph Maria Bonnemain die Rechtsgrundlage.
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