«Es gab keine Sensibilität für das Leiden der Opfer», sagt Patrice Gasser über den früheren Umgang seiner Gemeinschaft mit Missbrauch. Er spricht über Alexandre, der als Schüler im Walliser Missionskollegium Saint-Gingolph von einem Spiritanerpriester missbraucht wurde. Gasser ist in der Schweizer Provinz für den Schutz von Minderjährigen und schutzbedürftigen Erwachsenen zuständig.
Eine repräsentative Umfrage zur Reputation der katholischen Kirche zeigt: Der Ruf ist stark ramponiert, bei der allgemeinen Bevölkerung, aber auch bei den Mitgliedern. Gleichzeitig gibt es überraschende und positive Befunde. Die Katholische Kirche im Kanton Zürich will ihre Kommunikation künftig danach ausrichten.
Ein Mann hat sich vor kurzem als früheres Opfer sexueller Gewalt an der Walliser Missionsschule Saint-Gingolph geoutet. Die Betroffenen-Gruppe Sapec fordert nun den Provinzial der Spiritaner auf, die Missbrauchsfälle an ihrer ehemaligen Missionsschule vollständig aufzuarbeiten.
Nach mehr als zwanzig Jahren des Schweigens hat der ehemalige Novize der Abtei Saint-Maurice, der in einer homosexuellen Beziehung mit dem Chorherrn Roland Jaquenoud stand, die er heute als «geistige Einflussnahme und Inzest» bezeichnet, in der Zeitung «Le Temps» seine Aussage gemacht.
Gegen den Tessiner Priester Don L. läuft ein staatliches Strafverfahren. Er ist des sexuellen Missbrauchs an Minderjährigen und Erwachsenen angeklagt. Doch das Bistum Lugano hat noch keine kanonische Voruntersuchung gegen ihn angepackt.
Seit Jahren beschuldigen Frauen den früheren Jesuitenpater und Mosaik-Künstler Marko Rupnik, er habe sie verführt und sexuell missbraucht. Nun hat der Jesuitenorden den mutmaßlichen Opfern Entgegenkommen signalisiert.
Die Salensteiner Paartherapeutin Piroska Gavallér-Rothe spricht in einem Interview über den Umgang der katholischen Kirche mit Sexualität. Aus ihrer Sicht braucht es in der Kirche eine neue Auseinandersetzung mit dem Thema Sexualität, das über Jahrhunderte entweder tabuisiert oder moralisiert wurde. Sie spricht nicht nur Klartext, sondern hat auch einen interessanten Vorschlag.
Ein Passauer Priester wird nach Vorwürfen von einer Pfarrei abgezogen. Über 10’000 Menschen solidarisieren sich in einer Petition mit ihm. Nun gibt es die Warnung, mögliches Fehlverhalten nicht zu bagatellisieren.
Wegen der andauernden gesundheitlichen Schwäche von Papst Franziskus wird in Rom weiter über mögliche Nachfolger spekuliert. Nun hat ein Verein von Missbrauchsopfern sechs Kardinäle angezeigt, die als «Papabili» gelten.
Seit Jahren setzt sich die Kirche mit dem Verbrechen des sexuellen Missbrauchs in ihren Reihen auseinander. Papst Franziskus hat die Päpstliche Kinderschutzkommission ermahnt, das Phänomen nicht bürokratisch anzugehen. Derweil erhält Papst Franziskus, der nach fünf Wochen aus dem Spital entlassen wurde, weiterhin viel Sauerstoff.
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