Im Untersuchungsgefängnis La Farera in Lugano
Schweiz

Anklage wirft dem Priester Don L. sexuelle Übergriffe auf neun Personen vor

Der inhaftierte Tessiner Priester Don L. ist angeklagt wegen sexueller Übergriffe auf vier Minderjährige und fünf Erwachsene. Dies wurde über Indiskretionen an die Zeitung «La Regione» bekannt und von der Tessiner Justiz bestätigt.

Die Tageszeitung «La Regione» berichtete am 20. März über Indiskretionen im Fall des Priesters Don L. Diese wurden von anderen Tessiner Medien aufgegriffen und von der Justiz bestätigt. Demnach sind angeblich neun Personen Opfer der Übergriffe durch den besagten Priester geworden: vier Minderjährige und fünf Erwachsene.

Mutmassliche Taten von 2015 bis 2023

Die dem Priester vorgeworfenen Taten – angeblich Verhaltensweisen mit sexuellen Konnotationen – sollen in den letzten Jahren stattgefunden haben, insbesondere von 2015 bis 2023. Darüber berichtete das RSI-Radio «Rete Uno» unlängst in den Nachrichten. Es gilt, wie üblich, die Unschuldsvermutung.

Diese Pilgergruppe der Jugendpastoral des Bistums Lugano fuhr mit dem Priester per Velo durch Kroatien nach Medjugorje.
Diese Pilgergruppe der Jugendpastoral des Bistums Lugano fuhr mit dem Priester per Velo durch Kroatien nach Medjugorje.

Der Priester Don L. befindet sich im vorzeitigen Strafvollzug und wird im Gefängnis La Stampa festgehalten. Am 7. August letzten Jahres war er verhaftetet worden. Ihm wurden sexuelle Nötigung, sexuelle Handlungen mit urteilsunfähigen oder widerstandsunfähigen Personen und sexuelle Handlungen mit Kindern und Pornografie vorgeworfen.

Bistum hat offizielle Bestätigung erhalten

Das Bistum Lugano teilte am Donnerstagnachmittag mit, es habe eine offizielle Bestätigung der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft erhalten, dies erst nach den durch Indiskretionen erfolgten Medienberichten.

Alain de Raemy, Apostolischer Administrator des Bistums Lugano
Alain de Raemy, Apostolischer Administrator des Bistums Lugano

Im selben Text bekräftigte der Apostolische Administrator, Bischof Alain de Raemy, «seine persönliche Nähe und die der Diözese zu den Personen, die in die Vorfälle verwickelt sind, für die der Priester angeklagt wurde und vor Gericht gestellt wird».

Bischof bietet Betroffenen Hilfe an

Er teile das erfahrene Leid, liess de Raemy die Familien und alle wissen, «die von dieser schmerzlichen Angelegenheit betroffen sind». Und er versicherte ihnen seine ständige Bereitschaft zum Zuhören und zur Unterstützung. Weiter heisst es, dass Bischof de Raemy «den Ausgang des Gerichtsverfahrens abwartet und der Arbeit der Justiz seinen vollen Respekt zollt». (catt.ch/Adapt.: rp)

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Im Untersuchungsgefängnis La Farera in Lugano | © RSI
21. März 2025 | 16:00
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