Der Rückgang der Flüchtlinge, die übers Mittelmeer nach Europa kommen, trügt laut «Ärzte ohne Grenzen». Die Lage der Menschen in Libyen sei katastrophal.
Hilfsorganisationen und Politiker in Deutschland haben die Ergebnisse des Pariser Flüchtlingsgipfels vom Montag kritisiert. Sie pochen vor allem auf die praktische Umsetzung des Asylrechts und die Sicherheit der Flüchtlinge.
Der Jesuitenflüchtlingsdienst hat bezüglich der Notrettung von Migranten und Flüchtlingen auf dem Mittelmeer vor einer Kriminalisierung gewarnt. «Das ist sehr gefährlich, nicht nur für die Retter auf dem Mittelmeer, sondern auch für die demokratische und friedliche Stabilität eines Landes», sagte die Sprecherin des Centro Astalli.
Der Vatikan hat bei den Vereinten Nationen ein «Recht auf Heimat» für alle Menschen gefordert. Dies um die Ursachen von Zwangsmigration zu bekämpfen.
In der Flüchtlingsfrage einen Perspektivenwechsel wagen. Dazu rufen die grossen christlichen Religionsgemeinschaften und jüdische Gemeinschaft in der Schweiz die Gläubigen auf.
Papst Franziskus hat die Zustände in den Flüchtlingsaufnahmezentren der EU mit scharfen Worten angeprangert. Dies während des Gottesdienstes zum Gedenken an die modernen Märtyrer in der römischen Märtyter-Kirche San Bartolomeo.
Sechs Jahre nach Kriegsbeginn in Syrien sei die Not in Syrien grösser denn je. Das sagt Hugo Fasel von Caritas Schweiz. Die Schweiz müsse sich – nach allen politischen Versprechen – endlich engagieren, findet der Caritas-Direktor.
«Wir dürfen Jugendliche nicht an der Ausübung ihres Glaubens hindern, aber wir müssen ihnen helfen, andere Religionen kennenzulernen, um die Realitäten in der Schweiz anzunehmen», sagte der eritreische Priester Mussie Zerai in Basel.
Drei Flüchtlingsfamilien, die etwa ein Jahr lang im Vatikan lebten, sind nun in der Lage, selbständig zu leben. Sie haben den Vatikan verlassen. An ihre Stelle sind drei neue Flüchtlingsfamilien gerückt, ebenfalls aus Syrien.
Eine Million Unterschriften wollen der Schweizerische Evangelische Kirchenbund und die Evangelische Allianz sammeln, um damit Minderheiten in Syrien und dem Irak zu unterstützen. Ob sich auch die Schweizer Bischöfe an der Aktion beteiligen, ist derzeit noch offen.
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