Mit Blick auf die Familiensynode hält Kurienkardinal Gerhard Ludwig Müller fest: «Ziel ist es, die Ehe als Fundament der Zivilgesellschaft und der Gemeinschaft der Kirche zu bestätigen.» Der Vorsitzende der Glaubenskongregation sieht beispielsweise weitere Eheschliessungen nach gescheiternten Beziehungen als «keine Lösung».
Die katholische Kirche zeichnet auch 2015 Projekte oder Personen aus, die mit ihrem Engagement ein positives Echo in den Medien bewirken. Die nominierten Projekte stehen dieses Jahr alle im Zeichen der Familiensynode.
Seine Auffassung zum Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen kostet ihn seinen Job an der Katholischen Universität von Chile: Jorge Costadoat Carrasco hat damit das Missfallen von Kardinal Ricardo Ezzati erregt. Der chilenische Jesuitenprovinzial stellt sich hinter seinen Mitbruder.
Die Kirche soll die Menschen so nehmen, wie sie sind, fordern Luzerner Kirchenvertreter. Um das in die Tat umzusetzen, müsse wohl auch das Kirchenrecht geändert werden.
«So geht's nicht», war das Fazit, das aus den Voten der Anwesenden zum Ausdruck kam. Die Kirche müsse ihre Grundhaltung ändern. Das berichtete Ludwig Spirig-Huber, Kommunikationsbeauftragter der Katholischen Kirche Region Bern über das Synodengespräch vom Freitag, 20. März im Pfarreizentrum Dreifaltigkeit in Bern.
Der Verein Tagsatzung.ch kritisiert die Unterlagen, die die Schweizer Bischöfe für die Vorbereitung der Familiensynode in Rom zur Verfügung stellen. Sie seien geprägt von Weltfremdheit und Herablassung. Die Kirche sollte offener gegenüber neuen Lebensformen sein, fordern die Reformkatholiken.
Klare Meinung auf Facebook und Co. User stellen die Glaubwürdigkeit der Kirche bei Fragen zur Ehe und Sexualität in Frage. Damit kommen viele zum gleichen Ergebnis wie die Teilnehmer eines Gesprächs zur kommenden Familiensynode in Rom, das kürzlich in Gränichen stattfand.
Papst Franziskus will würdigere, kürzere und kostenfreie Ehenichtigkeitsprozesse in der Kirche. Er fordert beim traditionellem Jahresempfang für Richter der Römischen Rota: «Recht muss sich am Seelenheil orientieren und darf nicht in Haarspalterei ausarten!»
Sabine Rüthemann, die Kommunikationsbeauftragte des Bistums St. Gallen, nimmt Stellung zur Debatte rund um das Kaninchen-Zitat. Verfolgt der Papst eine neue Familienpolitik?
Für den renommierten Kirchenhistoriker Hubert Wolf steht der Papst 2015 vor einem entscheidenden Jahr: «Jetzt muss er vorzeigbare Resultate liefern». Auch für Kardinal Schönborn ist der kirchliche Aufbruch durch das Pontifikat von Papst Franziskus Anlass zur Sorge: «Werden wir Schritt halten mit seinem Reformtempo?»
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