Facebook-Leser: Geht es um Sex und Ehe, halten viele die Kirche für unglaubwürdig
Zürich, 18.3.15 (kath.ch) Die meisten User in den sozialen Netzwerken sind sich einig: Die Kirche hat keinerlei Glaubwürdigkeit in Sachen Sexualität und Ehe. Damit stellen sich die meisten hinter das Fazit eines Gesprächs zur kommenden Familiensynode, welches am 14. März im aargauischen Gränichen stattfand.
Die Teilnehmer der Diskussion in Gränichen waren zum Schluss gekommen, dass der Kirchenführung in Rom jede Kompetenz in Ehefragen abzusprechen sei. Die meisten User von Facebook und Co. teilen diese Einschätzung.
Es scheint so, als würde «in der Kirche nach wie vor eine vom Grundsatz her sexualitätsfeindliche Haltung dominieren,» so einer der zahlreichen Kommentare. Besonders überraschend sei «die grosse Anzahl älterer Menschen und ihre offene Haltung.» Sie sind es, die «schon viel zu lange an der kirchlichen Auffassung zu Ehe- oder Sexualitätsfragen leiden würden,» lautet ein anderer Kommentar. Viele der User sehen «die Glaubwürdigkeit der Kirche, speziell bei diesen Themen, genau gleich wie das zu erwartende und völlig vorauszusehende Fazit des Gesprächs zur Familiensynode.» Die Kirche arbeite damit «am Zeitgeist» vorbei, so ein abschliessender Kommentar
Was Gott zu sagen hat, ist für viele «sekundär»
Einige User aber sehen die Diskussion von einem ganz anderen Standpunkt. Einer schreibt, dass sich viele «informieren müssten, was die Kirche eigentlich genau lehrt». Er stellt die Frage in den Raum, «ob nicht die Kirche eine wesentlich höhere Kompetenz in Sachen Ehe hat als die meist fragwürdigen Ideen des säkularen Staates, besonders in Bezug auf die hohen Scheidungsraten». Besonders schlimm findet der User, dass vielen «Leuten die christliche Perspektive völlig abhanden gekommen scheint.» Man sieht «alles nur vom eigenen Alltag aus, von der eigenen sogenannten Lebensrealität, was aber Gott dazu zu sagen hat, ist für viele sekundär». (nz)
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