Akten, die Auskunft über Missbrauch geben können, befinden sich noch im Erzbistum Vaduz. Das hat das Forschungsteam aus Zürich vor wenigen Tagen erfahren. Der Apostolische Administrator, Bischof Benno Elbs, wird «prüfen, inwieweit eine Einsichtnahme gewährt werden kann». Der Verein für eine offene Kirche ist erleichtert und hofft auf Transparenz.
Die Tessiner «Zuhör-Gruppe für Opfer von Missbrauch im kirchlichen Kontext» ist vor acht Monaten gegründet worden. Nun berichtet sie über erste Erfahrungen und bietet sich als «offenes Ohr» an. Alain de Raemy lobt ihr menschliches und professionelles Engagement.
Der neue Bischof von St. Gallen, Beat Grögli, wird «Gemeinschaft, Partizipation und Mission» fördern, sagt sein langjähriger Freund Luis Manuel Alí Herrera. Er ist Sekretär der Kinderschutzkommission in Rom, kennt die Pilotstudie genaustens und hat vergangene Ostern die Schweizer Bischöfe getroffen.
Am Kollegium Karl Borromäus in Altdorf, das lange von den Benediktinerpatres des Klosters Mariastein geführt wurde, gab es sexuelle Übergriffe. Der Kanton Uri hat nun zusammen mit den kirchlichen Verantwortlichen eine Missbrauchsstudie in Auftrag gegeben.
Als Beat Grögli seiner Mutter sagte, dass er Priester werden wolle, war sie «sehr, sehr kritisch». Am Samstag wird er nun zum Bischof von St. Gallen geweiht. Wie er zum Thema Frauenpriestertum, Zölibat und Segnung von Homosexuellen steht – und welchen Fehler er als Hilfs-Sakristan machte, verrät er im grossen Bischofs-Interview.
Nicht nur in Kirchen geschehen sexuelle Übergriffe gegenüber Minderjährigen. Ein Forschungsprojekt soll die Problematik schweizweit und in vielen gesellschaftlichen Bereichen untersuchen. Der kirchliche Missbrauchsexperte Stefan Loppacher begrüsst dies.
Nicht nur Kirchenobere schützten übergriffige Priester und Ordensmänner. Auch politische Entscheidungsträger agierten teilweise nach demselben Muster. Zum Leid der Betroffenen – und wohl teilweise bis heute. Das ergab eine Podiumsdiskussion in Sarnen – anhand aktueller und historischer Beispiele.
Das Obwaldner Institut für Justizforschung lädt für Donnerstagabend zu einem Anlass über die Rolle der staatlichen Strafverfolgungsbehörden bei Fällen von sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche ein. Basis sind Erkenntnisse aus der laufenden Forschung der Universität Zürich.
Der Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche sorgt wieder für Schlagzeilen. Das Bistum Basel soll abermals gravierende Fehler in der Aufklärung gemacht haben. Die Texte lassen altbekannte Beissreflexe erkennen. Doch diese Reflexe behindern die Aufarbeitung der Vergangenheit.
Sie ist die Stimme der Betroffenen von Missbrauch im kirchlichen Kontext. Nun ist Vreni Peterer von der Schweizer Bischofskonferenz ins gleichnamige beratende Fachgremium gewählt worden. «Selbstverständlich werde ich mich weiter kritisch äussern», versichert sie.
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