Tessiner Kirche betet für Opfer von Missbrauch
Die italienischen Bischöfe haben vor vier Jahren einen Gebetstag für Opfer und Überlebende von Missbrauch eingeführt. Nun zieht die Kirche im Tessin nach. Mit Gebeten will sie «den sehr beschwerlichen Weg» von Betroffenen begleiten.
(bal) Am Dienstagabend, 18. November, findet in der Basilica Sacro Cuore in Lugano eine Gebetswache für Missbrauchsbetroffene statt. Organisiert wird der Anlass von der Pfarrei Sacro Cuore, der Diözese Lugano und der Tessiner «Zuhör-Gruppe für Opfer von Missbrauch im kirchlichen Kontext» (Gava), wie aus einer Medienmitteilung der Diözese hervorgeht.
Die italienische Bischofskonferenz hat demnach 2021 einen Gebetstag für Opfer und Überlebende von Missbrauch eingeführt, der jeweils am 18. November begangen wird. Der 18. November ist auch der Europäische Tag zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch.
«Lasst die Kinder zu mir kommen»
Nun wolle man auch im Tessin «diesen wichtigen Moment anbieten, um mit Gebeten den sehr beschwerlichen Weg von Menschen und Kindern zu begleiten, die unbeschreibliche Traumata erlebt haben», schreibt Massimo Gaia, der Kommunikationsverantwortliche ad interim, des Bistums.
Der Gebetstag ist dieses Jahr dem Thema «Respekt» gewidmet. Auf einem gemeinsamen Weg sollen authentische Beziehungen wachsen können. Der Bibeltext, an dem sich der Gebetstag orientiert, stammt aus dem Markus-Evangelium. Es ist der berühmte Text über die Segnung der Kinder, in dem Jesus zu seinen Jüngern sagt: «Lasst die Kinder zu mir kommen.»
Alain de Raemy, der Apostolische Administrator der Diözese, wird bei dem Anlass dabei sein.
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