Das Bistum Basel diskutiert über einen Missbrauchsfall: Betroffene kritisieren die monatelange Verzögerung bei der Suspendierung zweier Priester und warnen, mangelnde Transparenz könne weitere Opfer vom Sprechen abhalten.
Die Bischöfe Italiens und Deutschlands haben bereits einen Gebetstag für die Opfer sexuellen Missbrauchs eingeführt. Nun ziehen auch die Schweizer Bischöfe nach.
Die Römisch-Katholische Zentralkonferenz der Schweiz hat sich an ihrer letzten Plenarversammlung mit Aspekten rund um die Massnahmen gegen sexuellen Missbrauch in der Kirche beschäftigt. Sie will dranbleiben, geht aus ihren Entscheiden hervor.
Ein katholischer Geistlicher ist wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Jugendlichen zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Der Mann war geständig, Minderjährige nach einem Besuch des Oktoberfests missbraucht zu haben
Ein Jahresbericht beschreibt zahlreiche Probleme in der Missbrauchsaufarbeitung von Klöstern in Deutschland. Zugleich betont er: Wer sich der Vergangenheit stellt, kann Entwicklung anstossen und die eigene Gemeinschaft stärken.
Die Interessengemeinschaft für Missbrauchsbetroffene im kirchlichen Umfeld (IG-MikU) sieht in den Assessments für angehende Seelsorgende zwar gute Ansätze. Doch für eine wirksame Prävention brauche es mehr.
Papst Franziskus hat 2015 im Vatikan eine Kommission zum Schutz von Kindern vor Missbrauch eingerichtet. Sein Nachfolger Leo XIV. erwartet von ihr eine klare Aufgabenteilung mit anderen Behörden und neue Konzepte.
Vreni Peterer vertritt als Präsidentin der IG-MikU die Betroffenen von sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche. Sie sieht Assessments bei Seelsorgenden als «sinnvollen Baustein der Prävention». Entscheidend seien aber «funktionierende Schutzstrukturen».
Die Schweizer Bischofskonferenz (SBK) will die 2025 erstmals durchgeführten Assessments implementieren. Ihr Generalsekretariat wird zur ersten Infostelle für Arbeitgebende – dank einem schweizweiten Verzeichnis aller Assessment-Absolventen. Doch wer durchgefallen ist, müssen Arbeitgebende auf anderen Wegen erfragen.
Gut eine Woche bevor die Universität Paderborn eine Studie zu Missbrauch im Erzbistum Paderborn veröffentlicht, wurde im Dom ein Mahnmal zum Thema vorgestellt. Wie ein Memory-Spiel soll es aufdecken und erinnern.
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