Der Walliser Bischof Jean-Marie Lovey sieht sich vom Vatikan entlastet. In der Kritik an seinen Fehlern im Zusammenhang mit sexuellem Missbrauch erkennt er keine Rüge.
Bischof Charles Morerod soll seinen Generalvikar Bernard Sonney wegen seines Verhaltens im Zusammenhang mit sexuellem Missbrauch rügen. Ob er selber auch einen Rüffel von Rom eingefangen hat, erwähnt seine Reaktion auf das Schreiben aus Rom nicht.
Jean Scarcella will seine Funktion als Territorialabt von Saint-Maurice bald wieder aufnehmen. Vom Vorwurf sexuellen Missbrauchs sieht er sich staatlich und kirchlich vollständig entlastet. Einen Rüffel aus Rom erhielt er dennoch.
Dicke Post aus Rom für Mitglieder der Schweizer Bischofskonferenz: Der Vatikan rügt sie förmlich für Fehlverhalten im Umgang mit sexuellem Missbrauch.
Die Walliser Staatsanwaltschaft hat die Fälle von sexuellem Missbrauch innerhalb der Kirche zu den Akten gelegt. Alle angezeigten Straftaten seien verjährt oder nicht fristgerecht Gegenstand einer Strafanzeige gewesen. Im Herbst letzten Jahres hatten entsprechende Untersuchungen begonnen.
Der katholische Diakon und Autor Daniel Pittet, selbst ehemaliges Opfer sexuellen Missbrauchs durch einen Priester, finanziert eine Präventionskampagne auf den Freiburger Bussen. Ziel ist es, die Bevölkerung für das Ausmass des Missbrauchs zu sensibilisieren.
Sie gehören zu den oft Vergessenen bei der Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche: Kleriker vergreifen sich immer wieder auch an Ordensfrauen, sexuell und geistlich.
Wird die Einstellung des Strafverfahrens gegen Abt Jean Scarcella von Saint-Maurice die kirchenrechtliche Untersuchung beeinflussen? Möglich. Aber es ist kompliziert.
Der Tessiner Priester Don L. bleibt vorläufig in Haft. Der Richter für Zwangsmassnahmen, Paolo Bordoli, hat dem Antrag von Staatsanwältin Valentina Tuoni stattgegeben, die Sicherungsverwahrung zu verlängern.
Das Tessin zeigt ein offenes Ohr für Opfer von religiösem Missbrauch: Der neue unabhängige Verein GAVA hat sich vorgestellt. Die GAVA-Zuhörgruppe bietet Unterstützung und Begleitung für Menschen, die Missbrauch erfahren haben, und richtet sich insbesondere an Opfer in religiösen Kontexten.
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