Der am 7. August verhaftete Tessiner Priester Don L. wechselt von der Untersuchungshaft in den vorzeitigen Strafvollzug. Dem ehemaligen Religionslehrer und Assistenten der Jugendpastoral der Diözese Lugano werden unter anderem sexuelle Handlungen an Kindern vorgeworfen.
Der Schock über die Missbrauchsstudie im September 2023 hat zu einer nie dagewesenen Austrittswelle geführt. Das bestätigt das Schweizerische Pastoralsoziologische Institut (SPI) nun mit neusten Zahlen. Die Austrittsquote lag 2023 bei durchschnittlich 2,6 Prozent.
Der bisherige Erzbischof von Canterbury hielt dem Druck nicht mehr stand. Weil die Vorwürfe, sexuellen Missbrauch vertuscht zu haben, immer lauter wurden, ist er am Dienstnachmittag zurückgetreten.
Mehrere Frauen berichten von sexuellen Übergriffen auf dem Jakobsweg in Spanien, Portugal und Frankreich. Diese geschähen oft in abgelegenen Regionen und gegenüber allein reisenden Frauen.
Die langjährige Gemeindeleiterin von Effretikon ZH ist in Wien für ihren Einsatz gegen den Klerikalismus mit der «Trompete von Jericho» ausgezeichnet worden. Sie zeigt sich erfreut, erzählt aber auch über ihre Erschütterung, als ihr Bischof Bonnemain «liturgischen Missbrauch» vorwarf.
Der Vatikan hat den Antrag von Abt Urban Federer bewilligt und die Verjährung der mutmasslichen sexuellen Übergriffe des Einsiedler Mönchs Pater A. aufgehoben. Das kirchenrechtliche Verfahren läuft.
Skandalös oder nicht? Missbrauchsvorwürfe gegen den einst sehr beliebten französischen Armenpriester Abbe Pierre veranlassten einen Künstler zu einem ungewöhnlichen Werk. Es soll zum Nachdenken anregen.
Die bislang gesperrte Hälfte des Beitrags ans Bistum Basel wird nun doch ausbezahlt. Das hat das Luzerner Kirchenparlament am Mittwoch beschlossen. Die vor einem Jahr eingesetzte Sonderkommission, die dem Bistum bei der Aufarbeitung von Missbrauch auf die Finger schauen soll, wird jedoch nicht aufgelöst.
Papst Franziskus hat den Schutz gegen Missbrauch in der Kirche zu einem seiner Hauptanliegen gemacht. Dazu gründete er 2014 eine eigene Kommission, die nun ihren ersten Jahresbericht vorstellte.
Als erste Institution in Deutschland hat die katholische Kirche freiwillig Geld an Missbrauchsbetroffene gezahlt. 610 Gewaltbetroffene sind bisher entschädigt worden – darunter viele ehemalige Domspatzen.
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