Die Mitglieder der Schweizer Benediktinerkongregation haben kürzlich eine Selbstverpflichtung vereinbart. Demnach werden die Männerklöster psychologische Assessments für Ordensleute einführen – so wie das die Bischöfe für ihre angehenden Mitarbeitenden seit Juni tun.
Die Tessiner «Zuhör-Gruppe für Opfer von Missbrauch im kirchlichen Kontext» ist vor acht Monaten gegründet worden. Nun berichtet sie über erste Erfahrungen und bietet sich als «offenes Ohr» an. Alain de Raemy lobt ihr menschliches und professionelles Engagement.
Ein Jahr nach Bekanntwerden des Missbrauchsskandals um Frankreichs einstigen «Vater der Obdachlosen», Abbé Pierre, erreicht das Ausmass seiner Untaten immer grössere Ausmasse.
Nach ihrer verlorenen Schmerzensgeldklage gegen das Erzbistum Köln geht die Missbrauchsbetroffene Melanie F. in die zweite Instanz. Die Betroffeneninitiative Eckiger Tisch ruft zu Spenden auf.
Ein Gericht hat die Schmerzensgeldklage einer Missbrauchsbetroffenen gegen das Erzbistum Köln abgewiesen. Der Kirchenrechtler Thomas Schüller kritisiert dies. Nötig wäre eine Grundsatzentscheidung des Bundesgerichtshofs.
Der neue Bischof von St. Gallen, Beat Grögli, wird «Gemeinschaft, Partizipation und Mission» fördern, sagt sein langjähriger Freund Luis Manuel Alí Herrera. Er ist Sekretär der Kinderschutzkommission in Rom, kennt die Pilotstudie genaustens und hat vergangene Ostern die Schweizer Bischöfe getroffen.
Am Kollegium Karl Borromäus in Altdorf, das lange von den Benediktinerpatres des Klosters Mariastein geführt wurde, gab es sexuelle Übergriffe. Der Kanton Uri hat nun zusammen mit den kirchlichen Verantwortlichen eine Missbrauchsstudie in Auftrag gegeben.
Als Beat Grögli seiner Mutter sagte, dass er Priester werden wolle, war sie «sehr, sehr kritisch». Am Samstag wird er nun zum Bischof von St. Gallen geweiht. Wie er zum Thema Frauenpriestertum, Zölibat und Segnung von Homosexuellen steht – und welchen Fehler er als Hilfs-Sakristan machte, verrät er im grossen Bischofs-Interview.
Schwere Tat, aber keine Haftung: Die Schmerzensgeldklage einer Missbrauchsbetroffenen gegen das Erzbistum Köln hat das Landgericht abgewiesen. Der Täter, ein Priester, war Pflegevater des Opfers. Die Begründung ruft auch Widerspruch hervor.
Nicht nur in Kirchen geschehen sexuelle Übergriffe gegenüber Minderjährigen. Ein Forschungsprojekt soll die Problematik schweizweit und in vielen gesellschaftlichen Bereichen untersuchen. Der kirchliche Missbrauchsexperte Stefan Loppacher begrüsst dies.
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