Ein Gericht hat die Schmerzensgeldklage einer Missbrauchsbetroffenen gegen das Erzbistum Köln abgewiesen. Der Kirchenrechtler Thomas Schüller kritisiert dies. Nötig wäre eine Grundsatzentscheidung des Bundesgerichtshofs.
Der neue Bischof von St. Gallen, Beat Grögli, wird «Gemeinschaft, Partizipation und Mission» fördern, sagt sein langjähriger Freund Luis Manuel Alí Herrera. Er ist Sekretär der Kinderschutzkommission in Rom, kennt die Pilotstudie genaustens und hat vergangene Ostern die Schweizer Bischöfe getroffen.
Am Kollegium Karl Borromäus in Altdorf, das lange von den Benediktinerpatres des Klosters Mariastein geführt wurde, gab es sexuelle Übergriffe. Der Kanton Uri hat nun zusammen mit den kirchlichen Verantwortlichen eine Missbrauchsstudie in Auftrag gegeben.
Als Beat Grögli seiner Mutter sagte, dass er Priester werden wolle, war sie «sehr, sehr kritisch». Am Samstag wird er nun zum Bischof von St. Gallen geweiht. Wie er zum Thema Frauenpriestertum, Zölibat und Segnung von Homosexuellen steht – und welchen Fehler er als Hilfs-Sakristan machte, verrät er im grossen Bischofs-Interview.
Schwere Tat, aber keine Haftung: Die Schmerzensgeldklage einer Missbrauchsbetroffenen gegen das Erzbistum Köln hat das Landgericht abgewiesen. Der Täter, ein Priester, war Pflegevater des Opfers. Die Begründung ruft auch Widerspruch hervor.
Nicht nur in Kirchen geschehen sexuelle Übergriffe gegenüber Minderjährigen. Ein Forschungsprojekt soll die Problematik schweizweit und in vielen gesellschaftlichen Bereichen untersuchen. Der kirchliche Missbrauchsexperte Stefan Loppacher begrüsst dies.
Laut Sonderermittlern hat der Trierer Priester Edmund Dillinger mindestens 20 Personen sexuell missbraucht. Für seine Zeit in Afrika konnten jedoch keine Betroffenen ermittelt werden. Recherchen werden nun eingestellt.
Eine Untersuchung hat im Umfeld der Abtei Saint-Maurice zahlreiche «Situationen sexueller Gewalt» dokumentiert. Die Chorherren anerkennen ihre Fehler und bitten die Opfer um Vergebung. Mit einem Aktionsplan wollen sie künftig sexuellen Missbrauch und dessen Vertuschung verhindern.
Die katholische Kirche verfügt über ein beispielloses globales Netzwerk. Auch viele ihrer Ordensgemeinschaften agieren international. Das hat Vorteile bei der Implementierung von Schutzsystemen vor Missbrauch, wie eine Konferenz unter der Leitung von Hans Zollner zeigt.
Eine unabhängige Arbeitsgruppe hat im Auftrag der Abtei Saint-Maurice nach Fällen sexuellen Missbrauchs gesucht und den Umgang des Klosters damit unter die Lupe genommen. Ihr Bericht dokumentiert 67 «Situationen sexueller Gewalt» im weiteren Sinne. 30 erwachsene Täter wurden gefunden, mehrheitlich Chorherren. Bei den mindestens 68 Opfern handelte es sich meist um Minderjährige.
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