Drei deutsche Bistümer lösen ihre gemeinsame Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs auf. Der Betroffenenbeirat der Bischofskonferenz sieht das kritisch – und will das Thema nicht auf sich beruhen lassen.
Die Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs im Erzbistum Berlin sowie den Bistümern Dresden-Meissen und Görlitz wurde aufgelöst. Erstmals in Deutschland. Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Kerstin Claus spricht von einem «fatalen Signal».
Die Katholische Aktion Tessin (ACT), eine katholische Laienvereinigung, die Begegnungen und Freizeiten mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen durchführt, hat sich eine Ethik-Charta gegeben, um alle Formen von Misshandlung und Missbrauch zu verhindern.
Nach einem Gerichtsurteil muss die katholische Kirche in Kolumbien interne Unterlagen zu Missbrauchsfällen herausgeben. Selbst das päpstliche Geheimnis gelte nicht, so die Richter. Journalisten hatten geklagt.
Es gibt Vorwürfe gegen Papst Leo XIV., er selber habe Missbrauchsfälle in Chicago und Peru nicht angemessen untersucht. Wie das einzuschätzen ist, sagt die Theologin Jacqueline Straub im Podcast «Laut + Leis».
Die Missbrauchskommission der Luzerner Kantonalkirche versteht sich als Gesprächs- und Kontrollpartner des Basler Bischofs Felix Gmür bei der Umsetzung von Massnahmen gegen Missbrauch. Seit März hat sie die kirchliche Sexualmoral und den Umgang mit Lebensformen im Fokus.
Auf das erste Opfer namens Alexandre haben rund ein Dutzend weitere erwachsene Personen von Missbrauch in der Walliser Missionsschule in Saint-Gingolph berichtet. Zwei Anzeigen sind vor Gericht eingegangen, eine unabhängige Untersuchung läuft.
In der katholischen Kirche in Kroatien soll es künftig auch ein nationales kirchliches Strafgericht für Missbrauchsfälle geben. Es werde für jene Fälle der kirchlichen Strafjustiz zuständig sein, die bisher die drei Gerichte in Zagreb, Split und Djakovo behandeln, teilte die Kroatische Bischofskonferenz mit. Man wolle damit vom Vatikan vorgeschlagenen Regeln und Normen folgen.
Zwei Mal bereits sprachen die in Rom versammelten Kardinäle vor der Papstwahl über das Thema Missbrauch. Die Frage, wie ein neuer Papst mit dem Thema umgeht, treibt sie um. Worauf also kommt es dabei an?
Das Image der katholischen Kirche ist angeschlagen. In der Schweiz besonders seit der Publikation der Missbrauchsstudie. Wie Ex-Gardist Romano Pelosi damit umgeht, sagt er im Podcast «Laut + Leis».
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