Bei der Vorsynode zum Thema Jugend vom 19. bis 23. März 2018 in Rom haben rund 300 junge Delegierte ein Abschlussdokument erstellt. Darin fassen sie Erfahrungen ihrer jeweiligen Lebenswelten sowie Fragen und Forderungen zu Glaube und Kirche zusammen. Die katholische Nachrichtenagentur in Rom (CIC) dokumentiert einzelne Aussagen in eigener Übersetzung.
Junge Menschen sollen sich ihre Lebensfreude nicht austreiben lassen. Papst Franziskus hat am Palmsonntag die Jungen aufgefordert: «Wenn die Welt schweigt und ihre Freude verliert, frage ich euch: Wollt ihr schreien?»
Alle Augen waren letzte Woche auf Rom gerichtet. Im Mittelpunkt standen für einmal weder Kardinäle noch Bischöfe. Sondern junge Menschen aus aller Welt. «Jugendliche sind nicht dumm», hatte Papst Franziskus ihnen anfangs Woche gesagt. Das haben sie mit ihrem Schlussdokument bewiesen.
Die Jugend-Vorsynode in Rom hat ihr Abschlussdokument verabschiedet, das am Sonntag Papst Franziskus übergeben werden soll. Junge Menschen wünschen sich eine Kirche, die sie ernst nimmt, die zu Fehlern steht, den Glauben authentisch lebt, weniger abgehoben spricht und echte Orientierungshilfe bietet.
Die Arbeit der Vorsynode ist getan. Das Schlussdokument ist verfasst. Medea Sarbach, die Delegierte aus der Schweiz, hat das Resultat umgehauen. Demnächst wird das Dokument der Öffentlichkeit vorgestellt.
Der junge Katholik Jonas Feldmann hadert immer wieder mit der Kirche. Als kirchenferner Teilnehmer an der Vorsynode in Rom ist er dennoch beeindruckt von der offenen Debattenkultur dieser Tage in Rom. Im Interview mit kath.ch sagt er, was er vom Schlussdokument hält.
Was hat ein Atheist beim Papst verloren? Diese Woche recht viel: Sandro Bucher, einer der drei Schweizer Jugendlichen an der Vorsynode, ist bekennender Atheist. Er erlebt zusammen mit Jonas Feldmann und Medea Sarbach eine Woche mit so viel katholischen Jungen wie noch nie zuvor.
Die Teilnehmer der Jugend-Vorsynode in Rom «wollen nicht nur gehört werden, sondern mitmachen, wenn es darum geht, die Probleme in der Kirche und Gesellschaft zu lösen.» Diese Einstellung haben deutschsprachige Teilnehmer bei ihrer bisherigen Arbeit gewonnen.
In Rom hat ein einwöchiges Vorbereitungstreffen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen für die im Herbst tagende Bischofssynode begonnen. Ziel ist die Erarbeitung eines Dokuments, das auch Gegenstand der Beratungen der Bischöfe im Oktober sein soll.
An der Vorsynode in Rom nehmen neben der offiziellen jungen Kirchenvertreterin Medea Sarbach auch zwei kirchenferne junge Männer teil: Der Kirchenkritiker Jonas Feldmann und der Atheist Sandro Bucher. Sie vertreten die kritischen Stimmen aus dem deutschsprachigen Raum. Am Sonntag gehts los – nach Rom.
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