Die Bischofssynode kommt in die «heisse Phase». Immer mehr kirchliche Würdenträger äussern offen ihre Haltung. Der frühere Kurienkardinal Walter Kasper erwartet eine «Öffnung» gegenüber wiederverheirateten Geschiedenen.
Der deutsche Bischof Franz-Josef Bode stellt eine grosse Sachlichkeit bei Diskussionen kontroverser Themen an der Familiensynode fest. Aus der Gruppe der deutschsprachigen Bischöfe an der Synode wird regelmässig über den Stand der Debatten berichtet.
Religion müsse auch in Fragen der Ehe und Partnerschaft einen Kontrapunkt setzen, sagt ein österreichischer Psychiater mit Blick auf die Familiensynode. Die bisherige kirchliche Haltung zur Ehe stabilisiere Familien.
In den ersten beiden Wochen der Bischofssynode twitterte das päpstliche Presseamt unter @HolySeePress rund 1600 Kurznachrichten in Englisch, Spanisch und Italienisch zu Statements der Synodenväter, Experten und Beobachter.
Eine Lockerung des Umgangs mit wiederverheirateten Geschiedenen stösst an der Bischofssynode offenbar auf Widerstand. Gleich mehrere Synodale, darunter Kurienkardinal Pell, äusserten sich dahingehend. Pell dementierte zudem, der Autor des Beschwerdebriefes an den Papst gewesen zu sein.
Mehr Synodengeist in der Schweizer Politik, fordert kath.ch-Redaktorin Sylvia Stam in ihrem Kommentar zu den Wahlen vom vergangenen Wochenende.
Gemäss Kurienkardinal Gerhard Ludwig Müller ist die Kommunion für wiederverheiratete Geschiedene in extremen Einzelfällen nicht ausgeschlossen. Eine allgemeine Zulassung zur Kommunion für solche Gläubige könne jedoch nicht gewährt werden.
Papst Franziskus hat am Sonntag, 18. Oktober, erstmals ein Ehepaar gemeinsam heilig gesprochen. Louis und Zélie Martin sind die Eltern der ebenfalls Heiligen Thérèse von Lisieux.
Der österreichische Kardinal Schönborn rief die Bischöfe dazu auf, weniger abstrakt zu reden und mehr von ihren persönlichen Missionserfahrungen zu erzählen. kath.ch dokumentiert Auszüge seiner Rede anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Synode im Wortlaut.
Papst Franziskus rief die Bischöfe an der Synode dazu auf, von den Alltagsroblemen der Menschen auszugehen. Diese müssten der Ausgangspunkt einer synodalen Kirche sein, wie sie sich der Papst für das dritte Jahrtausend wünscht.
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