Dass das Abschlusspapier der Familiensynode die hohen Erwartungen vieler Katholiken enttäuschen wird, weiss Jean-Marie Lovey bereits jetzt. Der Bischof von Sitten hat die katholische Kirche Schweiz an dem Treffen der Weltbischöfe vertreten. Dennoch erhofft sich Lovey einen neuen Elan für die Kirche in der Schweiz.
«Nie wieder Gewalt, nie wieder Terrorismus, nie mehr Zerstörung, nie mehr Verfolgung» heisst es in einem Friedensappell, den Bischöfe aus aller Welt am Samstag verbreiteten. Frieden könne nicht mit Gewalt, sondern nur politisch im Respekt gegenüber den kulturellen und religiösen Besonderheiten der Nationen erreicht werden.
Sollen wiederverheiratete Geschiedene die Kommunion erhalten? Diese Frage wird im Abschlussdokument der Bischofssynode über Ehe und Familie nicht behandelt, sagte der Wiener Kardinal Christoph Schönborn am Samstag gegenüber Journalisten im Vatikan.
Das Abschlussdokument der Bischofssynode über Ehe und Familie ist fertig. Der Text umfasst 94 Punkte. Die zehn Mitglieder des Redaktionsteams hätten ihn einstimmig verabschiedet, teilte Vatikansprecher Federico Lombardi am Samstag mit.
Das Abschlussdokument der Bischofssynode über Ehe und Familie sei ein «sehr ausgewogener Text». Dies sagte Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin gegenüber der italienischen Tageszeitung «Corriere della Sera». Die Synodalen verabschieden das Dokument am Samstag. Es hat keinen Beschlusscharakter.
Sie waren eines von 17 Ehepaaren unter Hunderten von Kardinälen und Bischöfen. Nathalie und Christian Mignonat haben an der Bischofssynode in Rom die Anliegen von Paaren zur Sprache gebracht, die in ihrer ersten Ehe scheiterten und einen Neuanfang wagten.
Der «Zusammenschluss papsttreuer Vereinigungen» hat das Positionspapier der deutschsprachigen Synodenarbeitsgruppe heftig kritisiert. Der Text sei «ein Paradebeispiel sophistischer Verdrehung», heisst es in einer am Freitag, 23. Oktober, in Bonn veröffentlichten Erklärung.
Ein erster Entwurf für das Schlussdokument der Familiensynode steht. Der Text hat weniger als 100 Abschnitte. Am Samstag werden die Bischöfe über die einzelnen Paragrafen abstimmen.
Der syrisch-katholische Patriarch von Antiochien, Ignatius Joseph III. Younan, hat eine unzureichende Beteiligung von Familien an der gegenwärtig im Vatikan tagenden Bischofssynode über Ehe und Familie kritisiert.
Ohne Gegenstimmen hat die deutschsprachige Gruppe bei der Familiensynode für Änderungen im Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen plädiert. Das kam überraschend – und könnte im Plenum sogar als Vorbild dienen.
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