Zum zehnjährigen Amtsjubiläum von Papst Franziskus äusserten sich bereits die italienischen Bischöfe. So würdigte Matteo Zuppi, Vorsitzender der italienischen Bischofskonferenz, den Einsatz des katholischen Kirchenoberhaupts für die Armen. Doch auch führende Persönlichkeiten aus Christentum und anderen Religionen lobten dessen Verdienste.
Warum bremst Papst Franziskus in der Frauenfrage? Warum schafft er den Pflichtzölibat nicht einfach ab? Zehn Jahre nach seinem Amtsbeginn verdichtet sich der Eindruck: Franziskus ist nicht liberal, sondern radikal. Seine Prioritäten liegen in Amazonien und im Kongo – den zwei Lungenflügeln der Erde, wie er sagt. Und bei den Ärmsten der Armen.
Papst Franziskus hat in einem RSI-Interview die guten Beziehungen zur Schweizergarde gewürdigt. Erst kürzlich habe er Vertreterinnen und Vertreter der Kasernenstiftung getroffen, darunter zwei ehemalige Bundesrätinnen: «Doris Leuthard – an den anderen Namen kann ich mich gerade nicht erinnern.»
Vor zehn Jahren hiess es: «Habemus Papam!» Zum ersten Mal stammt der Papst aus Lateinamerika. Mit den Worten «Der Karneval ist vorbei» verzichtet Papst Franziskus auf rote Schuhe und übertriebene Gewänder. Dafür stellt er die Armen, Schwachen und Ausgegrenzten ins Zentrum seines Pontifikats.
Als Student fuhr Jorge Bergoglio von Frankfurt nach Turin – über die Schweiz. Als er sich verfuhr, verstand er nur Bahnhof: «Ich habe nichts verstanden. Sie sprachen kein Deutsch. Ich bat, doch bitte Deutsch zu sprechen.»
Papst Franziskus bemüht sich, sein «Regierungsprogramm» als Gemeinschaftswerk darzustellen. Es gehe darum, «nicht meinen Willen zu tun, nicht meine Ideen durchzusetzen, sondern gemeinsam mit der ganzen Kirche auf Wort und Wille des Herrn zu lauschen».
Papst Franziskus warnt vor dem Klerikalismus von Laien. Diesen hält er für noch schlimmer als den Klerikalismus von Geistlichen. Der Papst ist der Ansicht: «Der Laie muss Laie bleiben.»
Vizegouverneurin des Vatikanstaats ist die Ordensfrau Raffaella Petrini. Papst Franziskus hat sie und weitere weibliche Führungskräfte im Vatikan in einer Rede gerühmt. Mit einer Ordensfrau als Vize-Regierungschefin «läuft es hier viel besser».
Papst Franziskus sieht die katholische Kirche in 20 Jahren pastoraler, gerechter und offener. Ein Rücktritt ist für den 86-Jährigen zurzeit kein Thema. Der «Wind der Reform» sei im Konklave von 2013 entstanden –und «nicht durch den Papst», sagt das Kirchenoberhaupt.
Papst Franziskus hat sich in die Debatte über seinen Vorgänger eingeschaltet. Er findet, man müsse die Dinge im Kontext der damaligen Zeit beurteilen. Johannes Paul II. ist posthum mit Vorwürfen konfrontiert, die seinen Umgang mit übergriffigen Priestern betreffen.
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