Alle Kardinäle weltweit wurden in den Vatikan gerufen, um den Kirchenstaat vorübergehend zu verwalten und später einen neuen Papst zu wählen. Eine erste Versammlung mit einigen Entscheidungen fand bereits statt: Papst Franziskus wird am Samstag beigesetzt.
Papst Franziskus ist am Ostermontag gestorben. «Die Trauer über den Verlust eines ganz Grossen, dem die Kleinsten am wichtigsten waren, ist gross.» Das schreibt der St. Galler Bischof Markus Büchel. Die Schweizer Bischöfe finden ihre je eigenen Worte, um den Pontifex zu würdigen.
Am Mittwoch hätte der neue Bischof von St. Gallen gewählt werden sollen. Aufgrund des Todes von Papst Franziskus wird diese Wahl auf später verschoben. Das hat Domdekan Guido Scherrer in Rücksprache mit dem päpstlichen Nuntius Martin Krebs so entschieden.
Bis vor Kurzem beteten die Menschen auf dem Petersplatz zu Tausenden für die Genesung des kranken Papstes. Am Montag starb Franziskus. Nun sammeln sich die Menschen erneut zu Gebeten.
Seit über 500 Jahren dienen sie dem Papst militärisch: Die Schweizer Gardisten. In Erinnerung an das Gefecht «Sacco di Roma» von 1527 werden stets Anfang Mai neue Gardisten im Vatikan vereidigt. Nicht so in diesem Jahr.
Der Tod von Papst Franziskus am Morgen des Ostermontags kam letztlich überraschend. Nun wurde seine medizinische Todesursache offiziell vom Vatikan mitgeteilt.
Zum Tod von Papst Franziskus schreibt der Churer Bischof Joseph Maria Bonnemain folgende Würdigung auf der Homepage des Bistums:
Noch gestern an Ostern spendete Papst Franziskus den Segen «Urbi et Orbi». Nun ist er gestorben. Der 88-Jährige war ein Reformer, aber einer «vom Ende der Welt», wie er selbst sagte. Er engagierte sich für die Rückbesinnung auf das Evangelium, die Hinwendung zu den Armen, Gefangenen, Migranten. Mit dem synodalen Prozess stiess er einen Aufbruch in der Kirche an. Ein Nachruf.
Die katholische Kirche in Deutschland hat Reformen eingeleitet und sich dabei auf den Öffnungskurs von Papst Franziskus berufen. Nach dessen Tod bleiben seine Anliegen für die Bischöfe Auftrag und Verpflichtung.
Die «Sagrada Familia» in Barcelona ist eine der bekanntesten Kirchen der Moderne. Ihr Architekt Antoni Gaudí war ein frommer Katholik. Nun wird er, etwa 100 Jahre nach seinem tragischen Tod, vermutlich seliggesprochen.
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