Noch gestern an Ostern spendete Papst Franziskus den Segen «Urbi et Orbi». Nun ist er gestorben. Der 88-Jährige war ein Reformer, aber einer «vom Ende der Welt», wie er selbst sagte. Er engagierte sich für die Rückbesinnung auf das Evangelium, die Hinwendung zu den Armen, Gefangenen, Migranten. Mit dem synodalen Prozess stiess er einen Aufbruch in der Kirche an. Ein Nachruf.
Die katholische Kirche in Deutschland hat Reformen eingeleitet und sich dabei auf den Öffnungskurs von Papst Franziskus berufen. Nach dessen Tod bleiben seine Anliegen für die Bischöfe Auftrag und Verpflichtung.
Die «Sagrada Familia» in Barcelona ist eine der bekanntesten Kirchen der Moderne. Ihr Architekt Antoni Gaudí war ein frommer Katholik. Nun wird er, etwa 100 Jahre nach seinem tragischen Tod, vermutlich seliggesprochen.
Der Vatikan will nachhaltiger werden. Trotz seiner nur 44 Hektar braucht er aber viele Fahrzeuge: Zur Fortbewegung, zur Pflege der Gärten oder für die eigene Feuerwehr. Einige fahren nun «elektrisch» – auch der Papst.
Traditionell wäscht Papst Franziskus an Gründonnerstag sozial benachteiligten Menschen symbolisch die Füße. Häufig besucht er dazu römische Gefängnisse. Einen solchen Besuch hat er auch diesmal gemacht.
Ostern nähert sich und die Dichte an Gottesdiensten wird immer höher, gerade im Vatikan. Der angeschlagene Papst hat die meisten Termine an seine Kardinäle delegiert. Auch an Gründonnerstag.
Dem Papst geht es etwas besser, wie seine wiederholten Überraschungsauftritte zeigen. Doch immer noch lässt er sich bei den meisten Terminen vertreten. Weiter offen ist seine Mitwirkung am Ostersegen «Urbi et Orbi». Am Mittwoch hat er sich beim Personal der Gemelli-Klinik persönlich bedankt.
«Bekommt Kinder!», fordert Papst Franziskus immer wieder. Doch Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen, ist nicht so einfach, selbst für Vatikanangestellte. Ab sofort bekommen die aber Unterstützung – zweisprachig.
In der vergangenen Woche zeigte sich der Papst mehrfach überraschend in der Öffentlichkeit, meist sogar ohne Sauerstoffkanülen. Ob er den traditionellen Ostersegen «Urbi et Orbi» wird spenden können, ist dennoch offen.
2025 fällt der Ostertermin wieder einmal für alle Kirchen – in Ost und West – auf den gleichen Tag. Die Berner Arbeitsgemeinschaft der Kirchen lädt gegen Abend des Ostersonntags zu einer ökumenischen Feier. Auch der Basler Bischof Felix Gmür wird teilnehmen. «Diese Feier zeigt, dass wir im zentralen Punkt unseres Glaubens eins sind.»
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