Erstmals gemeinsam in Mariastein: Tag der Migrantinnen und Migranten
Anderssprachige katholische Gemeinschaften aus der ganzen Schweiz feiern am 27. September erstmals gemeinsam den Tag der Migrantinnen und Migranten in Mariastein. Höhepunkt ist eine Eucharistiefeier mit Bischof Felix Gmür. Begegnung und Austausch stehen am Nachmittag im Zentrum.
Wolfgang Holz
Der Anlass findet in Zusammenarbeit mit der Migrationspastoral der Schweizer Bischofskonferenz (migratio) statt und ist Teil des Mariasteiner Gedenkjahres, wie das Kloster Mariastein schreibt. Vor 100 Jahren wurde die Klosterkirche zur päpstlichen Basilica minor erhoben und das Gnadenbild gekrönt. Unter dem Motto «Eingeladen bei Maria» werde damit auch die Bedeutung Mariasteins als Ort der Begegnung über sprachliche und kulturelle Grenzen hinweg betont.
Etwa 40 Prozent mit Migrationshintergrund
Rund 40 Prozent der Katholikinnen und Katholiken in der Schweiz haben einen Migrationshintergrund. Mit ihren Sprachen, Traditionen und Glaubenserfahrungen prägen sie das kirchliche Leben wesentlich mit. «In Pfarreien, Missionen und Sprachgemeinschaften bringen sie ihre Glaubenserfahrungen, Traditionen, Sprachen und kulturellen Prägungen ein und tragen damit zu einer vielfältigen und interkulturellen Kirche bei», so das Kloster Mariastein.
Der Tag der Migrantinnen und Migrantenbeginnt um 11 Uhr mit dem Gottesdienst in der Basilika. Bischof Felix Gmür feiert den Gottesdienst gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der anderssprachigen Gemeinschaften in der Schweiz. Von 12.30 bis 15.30 Uhr folgen Begegnung und Austausch im Abteihof und auf dem Klosterplatz. Eine Gebetsfeier mit Abt Ludwig Ziegerer in der Basilika und der Gnadenkapelle beschliesst den Anlass.
«Auch nur eines von diesen Kindern»
Der Schweizer Tag der Migrantinnen und Migranten ist Teil des 112. Welttags des Migranten und Flüchtlings. Papst Leo XIV. stellt ihn 2026 unter das Leitwort «Auch nur eines von diesen Kindern» (Mt 18,10). Im Mittelpunkt stehen damit insbesondere Kinder und Jugendliche, die von Migration und Flucht betroffen sind.
«Migratio» engagiert sich im Auftrag der Schweizer Bischofskonferenz für die Migrationspastoral. Dazu gehören die Seelsorge in den Bundesasylzentren, die Begleitung der katholischen Missionen und Sprachgemeinschaften sowie der Gemeinschaften der katholischen Ostkirchen. Hinzu kommt die Seelsorge für Fahrende und für Menschen aus der Welt des Zirkus.
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