Weltweit trauern Gläubige um Papst Franziskus – auch die Katholikinnen und Katholiken in der Schweiz. An verschiedenen Orten des Landes finden Gedenkgottesdienste für den verstorbenen Pontifex statt. Jean-Marie Lovey, Bischof von Sitten, nimmt zudem am Requiem in Rom teil.
Der frühere Präsident des vatikanischen Ökumene-Dikasteriums, Kardinal Kurt Koch, hat in einem Interview mit Radio Vatikan das Wirken des am Montag verstorbenen Papstes Franziskus gewürdigt. Der verstorbene Pontifex sei ein «sehr spontaner, feinfühliger und aufmerksamer Papst» gewesen, der sich intensiv für die Einheit der Christen eingesetzt habe, sagte der Schweizer Kurienkardinal.
Papst Franziskus war stets für die Schwachen und Armen da. Nicht zuletzt seine persönlichen Gebrechen und Krankheiten haben gezeigt, wie wichtig der Dienst an Kranken ist. Daran erinnert Sabine Zgraggen, Leiterin der kath. Spital- und Klinikseelsorge Zürich, gegenüber kath.ch.
Es ist ein uralter Ritus: Der tote Papst wird öffentlich aufgebahrt, die Menschen können ein letztes Mal von ihm Abschied nehmen. Zuvor wurde er in einer feierlichen Zeremonie in den Petersdom überführt. Nun verabschieden sich Zehntausende von ihm.
Auch die Communauté von Taizé erinnert sich an Papst Franziskus: Frère Matthew würdigt in persönlichen Gedanken das Lebenswerk des Heiligen Vaters. Er spricht ihm dabei seinen grossen Dank aus.
Zuerst verabschieden sich die engsten Kontakte von Papst Franziskus. Danach darf jeder persönlich Abschied nehmen. Von Mittwoch bis Freitag öffnen sich dafür die Pforten des Petersdoms – für viele Stunden am Tag.
Franziskus geisselte immer wieder die «Selbstgefälligkeit» und den «spirituellen Narzissmus», die «mondäne Spiritualität» und den «ausgeklügelten Klerikalismus» in der Kirche. Und er rief zu einem missionarischen Aufbruch auf. Kirchenhistoriker Mariano Delgado äussert sich zum Vermächtnis von Papst Franziskus (2013-2025).
Der Heilige Vater ist tot. Sein überraschendes Ableben am Ostermontag nach seiner schweren Krankheit hat weltweit viele Menschen geschockt. Wie empfinden Gläubige in der Schweiz den Tod von Papst Franziskus? Ein Augenschein rund um die Zürcher Liebfrauenkirche.
Der Direktor von Caritas Schweiz, Peter Lack, lobt das Engagement des verstorbenen Papstes Franziskus für Migration und globale Gerechtigkeit. Er habe in jener aufgeheizten Stimmung die Perspektive gewechselt und sich auf die Seite von Migrantinnen und Migranten gestellt.
Die Römisch-Katholische Zentralkonferenz der Schweiz sieht zahlreiche Aspekte des Pontifikats von Papst Franziskus positiv. Etwa seinen neuen Führungsstil, seine Ablehnung von Klerikalismus und die Kurienreform. Er habe aber auch viele reformorientierte Kräfte in der Kirche enttäuscht. Mehrere Kantonalkirchen äussern sich ebenfalls zum Pontifikat von Franziskus.
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