Am kommenden Dienstag feiern die Schweizer Bischöfe und der Nuntius der Schweiz in der Dreifaltigkeitskirche in Bern gemeinsam einen Gedenkgottesdienst an den verstorbenen Papst Franziskus.
Der Abt von Einsiedeln, Urban Federer, hat mit Papst Franziskus jeweils über eine Klosterniederlassung in Argentinien gesprochen. Dass der Südamerikaner auf dem Heiligen Stuhl den Fokus auf Regionen und Kulturen legte, die von Europa aus an den Rändern der Welt liegen, sei nicht einfach gewesen, so Federer. Eine kleine Würdigungsserie mit Ordensleuten.
Das Requiem für Papst Franziskus am Samstagvormittag wird ein Grossereignis mit globalem Medienecho. Später wird er nach Santa Maria Maggiore überführt und dort im kleinen Kreis beigesetzt. Nicht alle Namen sind bekannt.
Weltweit trauern Gläubige um Papst Franziskus – auch die Katholikinnen und Katholiken in der Schweiz. An verschiedenen Orten des Landes finden Gedenkgottesdienste für den verstorbenen Pontifex statt. Jean-Marie Lovey, Bischof von Sitten, nimmt zudem am Requiem in Rom teil.
Der frühere Präsident des vatikanischen Ökumene-Dikasteriums, Kardinal Kurt Koch, hat in einem Interview mit Radio Vatikan das Wirken des am Montag verstorbenen Papstes Franziskus gewürdigt. Der verstorbene Pontifex sei ein «sehr spontaner, feinfühliger und aufmerksamer Papst» gewesen, der sich intensiv für die Einheit der Christen eingesetzt habe, sagte der Schweizer Kurienkardinal.
Papst Franziskus war stets für die Schwachen und Armen da. Nicht zuletzt seine persönlichen Gebrechen und Krankheiten haben gezeigt, wie wichtig der Dienst an Kranken ist. Daran erinnert Sabine Zgraggen, Leiterin der kath. Spital- und Klinikseelsorge Zürich, gegenüber kath.ch.
Es ist ein uralter Ritus: Der tote Papst wird öffentlich aufgebahrt, die Menschen können ein letztes Mal von ihm Abschied nehmen. Zuvor wurde er in einer feierlichen Zeremonie in den Petersdom überführt. Nun verabschieden sich Zehntausende von ihm.
Auch die Communauté von Taizé erinnert sich an Papst Franziskus: Frère Matthew würdigt in persönlichen Gedanken das Lebenswerk des Heiligen Vaters. Er spricht ihm dabei seinen grossen Dank aus.
Zuerst verabschieden sich die engsten Kontakte von Papst Franziskus. Danach darf jeder persönlich Abschied nehmen. Von Mittwoch bis Freitag öffnen sich dafür die Pforten des Petersdoms – für viele Stunden am Tag.
Franziskus geisselte immer wieder die «Selbstgefälligkeit» und den «spirituellen Narzissmus», die «mondäne Spiritualität» und den «ausgeklügelten Klerikalismus» in der Kirche. Und er rief zu einem missionarischen Aufbruch auf. Kirchenhistoriker Mariano Delgado äussert sich zum Vermächtnis von Papst Franziskus (2013-2025).
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