Der Schock über die Missbrauchsstudie im September 2023 hat zu einer nie dagewesenen Austrittswelle geführt. Das bestätigt das Schweizerische Pastoralsoziologische Institut (SPI) nun mit neusten Zahlen. Die Austrittsquote lag 2023 bei durchschnittlich 2,6 Prozent.
Die langjährige Gemeindeleiterin von Effretikon ZH ist in Wien für ihren Einsatz gegen den Klerikalismus mit der «Trompete von Jericho» ausgezeichnet worden. Sie zeigt sich erfreut, erzählt aber auch über ihre Erschütterung, als ihr Bischof Bonnemain «liturgischen Missbrauch» vorwarf.
Der Vatikan hat den Antrag von Abt Urban Federer bewilligt und die Verjährung der mutmasslichen sexuellen Übergriffe des Einsiedler Mönchs Pater A. aufgehoben. Das kirchenrechtliche Verfahren läuft.
Die bislang gesperrte Hälfte des Beitrags ans Bistum Basel wird nun doch ausbezahlt. Das hat das Luzerner Kirchenparlament am Mittwoch beschlossen. Die vor einem Jahr eingesetzte Sonderkommission, die dem Bistum bei der Aufarbeitung von Missbrauch auf die Finger schauen soll, wird jedoch nicht aufgelöst.
Da die Walliser Staatsanwaltschaft nicht mehr gegen Chorherren von Saint-Maurice ermittelt, hofft nun die Abtei, das Missbrauchs-Etikett loszuwerden. Sie bittet um Vergebung und gelobt Verbesserung.
Die Walliser Staatsanwaltschaft hat die Fälle von sexuellem Missbrauch innerhalb der Kirche zu den Akten gelegt. Alle angezeigten Straftaten seien verjährt oder nicht fristgerecht Gegenstand einer Strafanzeige gewesen. Im Herbst letzten Jahres hatten entsprechende Untersuchungen begonnen.
Jüngst gab es eine Enthüllung einer Untersuchung wegen sexueller Übergriffe eines Priesters der Diözese Lausanne, Genf und Freiburg (LGF). Bischof Charles Morerod suspendierte den Priester von seinem Amt und wehrt sich gegen Vorwürfe.
Mélanie Bonnard kämpft um Anerkennung als Missbrauchsbetroffene. Ein Priester der Abtei Saint-Maurice habe sie als Zwölfjährige missbraucht, sagt sie. Als Engagierte gegen Missbrauch in der Kirche ist sie Kandidatin für den diesjährigen Mut-Preis des Beobachters – als eine von fünf Kandidierenden.
Die Präsidentin der katholischen Organisation «Azione cattolica» im Tessin äussert sich erstmals zum Fall D.L. – und erklärt das bisherige Schweigen. Der Priester sei ein beliebter Mitarbeiter im Jugendbereich ihrer Organisation gewesen.
Sie konvertierte von der reformierten zur römisch-katholischen Kirche und trat ins Kloster Mariazell Wurmsbach in Rapperswil-Jona ein. Nach fünf Jahren kam es zum Bruch. Zu den Gründen sagt Sara Kissling im Podcast «Laut + Leis»:
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