Der Vatikan hat den Antrag von Abt Urban Federer bewilligt und die Verjährung der mutmasslichen sexuellen Übergriffe des Einsiedler Mönchs Pater A. aufgehoben. Das kirchenrechtliche Verfahren läuft.
Die bislang gesperrte Hälfte des Beitrags ans Bistum Basel wird nun doch ausbezahlt. Das hat das Luzerner Kirchenparlament am Mittwoch beschlossen. Die vor einem Jahr eingesetzte Sonderkommission, die dem Bistum bei der Aufarbeitung von Missbrauch auf die Finger schauen soll, wird jedoch nicht aufgelöst.
Da die Walliser Staatsanwaltschaft nicht mehr gegen Chorherren von Saint-Maurice ermittelt, hofft nun die Abtei, das Missbrauchs-Etikett loszuwerden. Sie bittet um Vergebung und gelobt Verbesserung.
Die Walliser Staatsanwaltschaft hat die Fälle von sexuellem Missbrauch innerhalb der Kirche zu den Akten gelegt. Alle angezeigten Straftaten seien verjährt oder nicht fristgerecht Gegenstand einer Strafanzeige gewesen. Im Herbst letzten Jahres hatten entsprechende Untersuchungen begonnen.
Jüngst gab es eine Enthüllung einer Untersuchung wegen sexueller Übergriffe eines Priesters der Diözese Lausanne, Genf und Freiburg (LGF). Bischof Charles Morerod suspendierte den Priester von seinem Amt und wehrt sich gegen Vorwürfe.
Mélanie Bonnard kämpft um Anerkennung als Missbrauchsbetroffene. Ein Priester der Abtei Saint-Maurice habe sie als Zwölfjährige missbraucht, sagt sie. Als Engagierte gegen Missbrauch in der Kirche ist sie Kandidatin für den diesjährigen Mut-Preis des Beobachters – als eine von fünf Kandidierenden.
Die Präsidentin der katholischen Organisation «Azione cattolica» im Tessin äussert sich erstmals zum Fall D.L. – und erklärt das bisherige Schweigen. Der Priester sei ein beliebter Mitarbeiter im Jugendbereich ihrer Organisation gewesen.
Sie konvertierte von der reformierten zur römisch-katholischen Kirche und trat ins Kloster Mariazell Wurmsbach in Rapperswil-Jona ein. Nach fünf Jahren kam es zum Bruch. Zu den Gründen sagt Sara Kissling im Podcast «Laut + Leis»:
Das Resultat der Volkskonsultation im Bistum St. Gallen ist bekannt: 1305 Personen haben ihre Wünsche an den künftigen Bischof von St. Gallen geäussert. «Ein Bischof muss kein Übermensch sein». Dennoch muss er konkrete Reformen umsetzen.
Die Zeitung «La Regione» hat aufgedeckt, dass Bischof Valerio Lazzeri bereits 2021 von mutmasslichen sexuellen Übergriffen des inzwischen inhaftierten Priesters wusste. Das Bistum Lugano äussert Bedauern.
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