Menschen mit Behinderung sind einem grösseren Risiko von sexuellem, körperlichen oder psychischen Missbrauch ausgesetzt. Die Kirchen können bei ihrem Schutz Vorbild sein, sagt der Anti-Missbrauchs-Experte Hans Zollner.
Die Kirchensteuer für Unternehmen gerät immer wieder unter politischen Druck. Aktuell fordert eine FDP-Politikerin, dass diese Steuer im Kanton Luzern fortan freiwillig sein soll. «Die katholische Landeskirche verfolgt den kommenden politischen Prozess aufmerksam», sagt Synodalratspräsidentin Sandra Huber.
Zum vierten Mal lädt die Päpstliche Universität Gregoriana zur «Safeguarding Conference» ein. Diesmal geht es um «Missbrauch und Behinderung» – ein ebenso aktuelles wie bedeutendes Thema, so Kardinalstaatssekretär Parolin.
«Ein schwerwiegender Verlust» sei der Austritt der Deutschschweizer Frauenorden, sagt der Präsident der Dachorganisation der Ordensgemeinschaften (Kovos), Daniele Brocca. Doch auch ohne Mitgliedschaft sollten sie sich an den Kosten der Missbrauchsstudie beteiligen. Die Massnahmen gegen Missbrauch beträfen die gesamte Kirche, unabhängig von Zugehörigkeiten.
Priester übten nicht nur gegen Kinder und Jugendlichen sexualisierte Gewalt aus. Mancher Ordensmann wurde auch übergriffig gegenüber jungen Mitbrüdern. Das zeigt nun eine Untersuchung der Franziskaner-Minoriten.
Ein Priester missbrauchte jahrelang Kinder, denen er angeblich gratis Klavierstunden gab. Ein anderer verging sich an einem Internatsschüler. Darüber berichten zwei betroffene Frauen und ein Mann in einer RSI-Sendung zu Missbrauch in der Kirche. Die Fälle und der Umgang damit ähneln jenen von anderswo. Nur: Im Bistum Lugano wurden Dokumente absichtlich und gezielt zerstört.
Die Schweizer Bischöfe haben einiges beschlossen an den drei Tagen im Kloster Einsiedeln diese Woche, gerade zum Thema Missbrauch. Der erste Austausch mit den Betroffenenorganisationen stand im Zentrum. Bekannt wurde auch: Der Antrag für ein nationales kirchliches Strafgericht wurde nach Rom geschickt.
Unter anderem wegen Kindesmissbrauchs ist ein einstiger Mitarbeiter der Augsburger Domsingknaben zu fast zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Der Chor reagiert zurückhaltend.
Die Journalistin Francesca Luvini (55) hat mit Opfern, mit Kirchenvertretern, aber auch mit Bürgerinnen und Bürgern gesprochen – um mehr herauszufinden über sexuellen Missbrauch durch Kleriker und den Umgang damit im Tessin. Nicht äussern wollte sich der emeritierte Bischof Pier Giacomo Grampa, was Luvini sehr bedauert. Am Donnerstagabend erscheint das Resultat ihrer Recherchen im Tessiner Fernsehen RSI.
Wie bei Dominosteinen geht es derzeit bei kalifornischen Bistümern zu: Eins nach dem anderen zieht nach einer neuen Klagewelle die Notbremse und geht ins Insolvenzverfahren. Der neueste Fall: Fresno an der Sierra Nevada.
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