Seit 2021 bearbeitet die Unabhängige Kommission für Anerkennungsleistungen in Deutschland Anträge von Betroffenen sexuellen Missbrauchs in der Kirche. Zwar ist die Zahl der Anträge rückläufig. Die Arbeit jedoch nimmt nicht ab.
Akten, die Auskunft über Missbrauch geben können, befinden sich noch im Erzbistum Vaduz. Das hat das Forschungsteam aus Zürich vor wenigen Tagen erfahren. Der Apostolische Administrator, Bischof Benno Elbs, wird «prüfen, inwieweit eine Einsichtnahme gewährt werden kann». Der Verein für eine offene Kirche ist erleichtert und hofft auf Transparenz.
Anonyme Briefe, polizeiliche Ermittlungen und Ermittler aus dem Vatikan: Das österreichische Stift Heiligenkreuz erlebt turbulente Zeiten. Nun melden die staatlichen Ermittlungsbehörden erste Ermittlungsergebnisse.
Anzeige beim Papst persönlich – Missbrauchsbetroffene wollen nun im Vatikan ein kirchenrechtliches Verfahren gegen den Kölner Kardinal Woelki anstossen. Das Erzbistum widerspricht; es geht auch um den rechtlichen Bestand.
Entschädigung für Betroffene: Die anglikanische Church of England will mit einem neuen System Verantwortung übernehmen. Wie das Programm Opfern helfen soll, wann es startet und was König Charles jetzt tun muss.
Mit 81 Jahren darf der US-Kardinal O'Malley nun ganz in den Ruhestand gehen. Der Papst hat einen neuen obersten Missbrauchsschützer im Vatikan ernannt – kein Unbekannter.
Die Mitglieder der Schweizer Benediktinerkongregation haben kürzlich eine Selbstverpflichtung vereinbart. Demnach werden die Männerklöster psychologische Assessments für Ordensleute einführen – so wie das die Bischöfe für ihre angehenden Mitarbeitenden seit Juni tun.
Die Tessiner «Zuhör-Gruppe für Opfer von Missbrauch im kirchlichen Kontext» ist vor acht Monaten gegründet worden. Nun berichtet sie über erste Erfahrungen und bietet sich als «offenes Ohr» an. Alain de Raemy lobt ihr menschliches und professionelles Engagement.
Ein Jahr nach Bekanntwerden des Missbrauchsskandals um Frankreichs einstigen «Vater der Obdachlosen», Abbé Pierre, erreicht das Ausmass seiner Untaten immer grössere Ausmasse.
Nach ihrer verlorenen Schmerzensgeldklage gegen das Erzbistum Köln geht die Missbrauchsbetroffene Melanie F. in die zweite Instanz. Die Betroffeneninitiative Eckiger Tisch ruft zu Spenden auf.
‹›