Papst Franziskus werde weniger als acht Monate brauchen, um zum Abschlussdokument der Bischofssynode Stellung zu nehmen. Dieser Meinung ist der Generalobere des Jesuitenordens, Adolfo Nicolas.
Die Bischofssynode zu Ehe und Familie ist zu Ende. kath.ch hat einige Schweizer Stimmen zu dem Grossereignis zusammengetragen. Zu Wort kommen nebst anderen die Churer Dogmatikprofessorin Eva-Maria Faber, zwei Kapuziner aus reformorientierten Bewegungen und der Churer Generalvikar Martin Grichting.
Die synodale Kirche habe erst begonnen, sagt Arnd Bünker, der die Umfrage zu Ehe und Familie unter den Schweizer Katholiken koordiniert hat. Im Interview mit kath.ch bewertet er das Abschlussdokument der Bischofssynode insgesamt positiv.
Christian Rutishauser, Provinzial der Schweizer Jesuiten, zieht nach der Bischofssynode eine positive Bilanz. Er freut sich insbesondere über die Rolle des Papstes, der die Gläubigen als Teil der Kirche und als mitdenkende Menschen ernst nimmt, statt ihnen vorzuschreiben, was sie tun sollen.
Papst Franziskus hat die Synode über Ehe und Familie als Kirche auf Wanderschaft erlebt. Dies sagte er am Sonntag bei seinem Angelus-Gebet auf dem Petersplatz.
Der Schweizer Kardinal Koch war an der Bischofssynode Mitglied der deutschsprachigen Gruppe. Von dieser kam ein fortschrittlicher Vorschlag zum Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen. Im Interview mit dem Schweizer Fernsehen SRF erläutert Koch, wie die allgemeinere Formulierung im Abschlussdokument der Synode zu verstehen ist.
Die Bischöfe sollen sehen, «was wirklich los ist» und nicht nur das, «was wir wirklich sehen wollen». Dies schärfte ihnen Papst Franziskus am Sonntag bei der Abschlussmesse der Synode über Ehe und Familie ein.
Wer sich von der Synode «sehr präzise Richtlinien» erwartet hatte, wird enttäuscht sein. Dies sagt Jean-Marie Lovey im Interview mit kath.ch. Der Bischof von Sitten hat die Schweiz an der Weltbischofssynode über Ehe und Familie vertreten, die am Sonntag zu Ende geht.
Die Weltbischofssynode hat sich in ihrem Abschlussdokument für eine stärkere Integration der wiederverheirateten Geschiedenen in die kirchliche Gemeinschaft ausgesprochen. «Die Logik der Integration ist der Schlüssel für ihre pastorale Begleitung», heisst es in dem Text, der am Samstag verabschiedet wurde. Auf das «heisse Eisen» Kommunionempfang geht das Dokument nicht ein.
Wiederverheiratete Geschiedene sollen sich in der Kirche zu Hause fühlen. Dies wünscht sich die Bischofssynode, die am Samstag ihr Abschlussdokument verabschiedet hat. Die Synode spricht sich zudem gegen eine Diskriminierung von Homosexuellen aus.
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