Der Vatikan hat Fotos des aufgebahrten Leichnams von Benedikt XVI. veröffentlicht. Auf dem Kopf trägt er eine weisse Mitra, an den Füssen schwarze Schuhe. In seinen gefalteten Händen hält er einen Rosenkranz und einen Ölzweig.
Im Jahr 1989 fand in Zürich ein ungewöhnliches Treffen statt. Kardinal Joseph Ratzinger kam zu Besuch, um sich mit der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in der Schweiz (AGCK) zu treffen. Der spätere Papst holte damit ein verpasstes Gespräch in Rom nach.
Der Freiburger Theologe Daniel Bogner äussert sich zum Tod des emeritierten Papstes und resümiert kritisch über dessen Amtszeit: «Mit Weisheit alleine eine Kirche zu regieren, ist nur die halbe Miete».
Papst Franziskus bittet darum, dass der verstorbene Benedikt XVI. von der Muttergottes Beistand erhalte. «Empfehlen wir ihr in besonderer Weise den emeritierten Papst Benedikt an, auf dass sie ihn auf seinem Weg zu Gott begleite», sagte das Kirchenoberhaupt bei der Messe zum Jahresanfang im Petersdom.
Der Walliser Katholik Tony Jossen (72) war von 1984–1986 Vize-Kommandant der Schweizergarde. Als solcher hatte er auch mit Joseph Ratzinger zu tun, der damals Präfekt der Glaubenskongregation war: «Er war die Liebenswürdigkeit in Person.» Er ist überzeugt: «Hans Küng und andere Star-Theologen sind an Ratzingers bescheidenem, stillen Wesen gescheitert.»
Kirchenpolitisch hatten Joseph Ratzinger und der Glarner Theologe Franz Böckle das Heu nicht auf derselben Bühne. Trotzdem schätzten sie einander. Ratzinger besuchte die Böckles in den 1950er-Jahren in Glarus.
Der Vatikan hat das geistliche Testament von Papst Benedikt XVI. veröffentlicht. Er hatte es bereits am 29. August 2006 verfasste. Darin steht auch: «Betet für mich, damit der Herr mich trotz all meiner Sünden und Unzulänglichkeiten in die ewigen Wohnungen einlässt.»
«Jesus, ich liebe dich», waren offenbar die letzten Worte des ehemaligen Papstes Benedikt XVI., bevor er am Samstag um 9.34 Uhr starb. Er sagte sie auf Deutsch.
«Mit Rührung erinnern wir uns an seine so edle, so sanfte Person», sagt Papst Franziskus über seinen Vorgänger. Mit Benedikt XVI. ist kein Papst im Amt gestorben – sondern ein emeritierter Papst. Entsprechend bescheidener fällt am Donnerstag das Requiem aus.
Der Diakon von Thalwil, Felix Zgraggen, wollte um 15 Uhr die Glocken für den verstorbenen Benedikt XVI. läuten lassen. Doch wegen Renovierungsarbeiten war das nicht möglich. Stattdessen hatte ein älteres Gemeindemitglied eine leuchtende Idee.
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