Kurz nach dem Tod Benedikts XVI. behauptete eine argentinische Journalistin, seine letzten Worte hätten «Jesus, ich liebe dich» gelautet. Erzbischof Georg Gänswein widerspricht. Eine Pflegekraft soll gegen drei Uhr morgens die Worte «Signore ti amo» vernommen haben: «Herr, ich liebe dich.» Ein Verweis auf Petrus im Johannes-Evangelium?
Nach dem Tod von Benedikt XVI. haben mehrere italienische Verlage Bücher angekündigt, die sich unter anderem mit seiner Zeit als emeritierter Papst (2013 bis 2022) befassen. An zwei Büchern hat der langjährige Privatsekretär, Erzbischof Georg Gänswein, mitgewirkt.
Jahrzehntelang ist Joseph Ratzinger scharf kritisiert worden. Nach dem Tod Benedikts XVI. geben sich selbst Kritiker zahm und sanft. Das hat mit dem Sprichwort «De mortuis nil nise bene» zu tun. Martin Werlen weist auf einen Übersetzungsfehler hin. Man dürfe auch über Tote Negatives sagen – aber auf gute Weise.
Der Wiener Kardinal Christoph Schönborn hält es für richtig, dass Päpste bis zum Tod im Amt bleiben. Der Theologe Paul Zulehner seinerseits verweist Gerüchte über einen Rücktritt von Papst Franziskus ins Reich der «vatikanischen Kaffeesudleserei».
Mit dem Tod von Benedikt XVI. ist der letzte bedeutsame Konzilstheologe und der erste – nach dem Beispiel von Coelestin V. am 5. Juli 1294 – freiwillig zurückgetretene Papst von uns gegangen. In beiden Rollen war er nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil ein Mahner in Zeiten des Umbruchs, an dem sich die Geister schieden. Ein Gastkommentar.
Der langjährige Privatsekretär von Benedikt XVI., Georg Gänswein, widerspricht Gerüchten, wonach Benedikt XVI. 2013 aufgrund von Vatileaks und schwulen Netzwerken zurückgetreten sei. Auch verteidigt er die Entscheidung Benedikts, als emeritierter Papst weiterhin weiss zu tragen: «Auch ein Kardinal behält sein Purpur.»
Zwei Tage nach dem Tod von Benedikt XVI. ist der Vatikan im Ausnahmezustand. Tausende stehen seit den frühen Morgenstunden an, um Abschied vom Ex-Papst nehmen. Auf dem Petersplatz bereiten Arbeiterinnen und Arbeiter alles für die Totenmesse vor.
In Einsiedeln liegt ein Kondolenzbuch für Benedikt XVI. aus. Es ist sehr begehrt. Die Menschen trauern in vielen Sprachen um den emeritierten Papst – auch auf Arabisch und Tamil. Kritik? Fehlanzeige. Dabei hatte auch Einsiedeln unter Benedikts Personalentscheidungen zu leiden.
Neue Einzelheiten über den historischen Rücktritt von Papst Benedikt XVI. im Februar 2013: Laut dem früheren Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone habe Benedikt bereits im Frühjahr 2012 von Rücktritt gesprochen. Natürlich streng vertraulich.
Joseph Ratzinger wurde 1927 geboren – an einem Karsamstag. Jahrzehnte später predigte er an einem Karsamstag und liess sich von der Schweizer Schlagersängerin Monica Morell inspirieren. kath.ch veröffentlicht die Predigt in voller Länge.
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