Gerhard Pfister | © Georges Scherrer
Schweiz
Gerhard Pfister | © Georges Scherrer

CVP-Präsident Gerhard Pfister nimmt harte Position gegenüber Islam ein

Aarau, 6.11.17 (kath.ch) Der Islam darf gemäss CVP-Präsident Gerhard Pfister nicht öffentlich-rechtlich als Religionsgemeinschaft anerkannt werden. Kürzlich erhob die Vereinigung der Islamischen Organisationen in Zürich (Vioz) eine solche Forderung. Solange viele islamische Gruppierungen ein derart unklares Verhältnis zum Schweizer Rechtsstaat hätten, könne es keine solche Anerkennung geben, sagte Pfister gegenüber der «Aargauer Zeitung» von Montag.

Er kritisiert auch die Haltung der Muslime zu den Schweizer Werten und zur Gewalt. Im Interview mit der Zeitung vertritt der Politiker eine harte Position. Er unterstützt ein Verhüllungsverbot, so wie es die Burka-Initiative fordert. Für ihn sind die christlichen Werte und Traditionen unantastbar. Auch in der Schule müssten die Muslime die hiesigen Regeln etwa beim Schwimmunterricht oder im Verhalten der Schüler gegenüber dem Lehrpersonal einhalten.

Heute gehe es vor allem darum, den Rechtsstaat zu verteidigen und durchzusetzen. Pfister verweist auf die Zwangsheiraten. Die bisherigen Anstrengungen, um diese zu verhindern, reichten nicht aus, «wie die erschreckenden Zahlen zeigen». Insbesondere bei unter 16-jährigen Mädchen werde eine Zunahme verzeichnet. Ebenso würden die Fälle bei Migranten aus Afghanistan und Syrien zunehmen.

Dunkelziffer «Zwangsheiraten»

Pfister verweist auf Bundesrätin Simonetta Sommaruga, die Ende Oktober den Bericht zum «Bundesprogramm Bekämpfung Zwangsheiraten» vorstellte. Gemäss Bericht wurden von Anfang 2015 bis zum 31. August 2017 insgesamt 905 Fälle von Zwangsheiraten gemeldet. Die Zahl dürfte jedoch höher liegen, heisst es im Bericht.

Dem CVP-Präsidenten ist es ein Anliegen, «wie wir den gesellschaftlichen Frieden in der Schweiz erhalten können, mit den neuen Kulturen und den neuen Ansprüchen». Der Politiker nimmt auch zur umstrittenen Werbeaktion «Lies!» von Islamisten Stellung. Diese Aktion sollte verboten werden. «Wer den Koran verteilt, ist nicht an einer friedlichen Missionierung interessiert. Man weiss, dass diese Gruppierungen ein sehr ambivalentes Verhältnis zum Rechtsstaat und zur Gewalt haben. (gs)

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