Die Bischofssynode über die Familie hat erstmals den kontrovers debattierten kirchlichen Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen erörtert.
Nach der ersten Synodenwoche sind noch keine grundlegenden Weichenstellungen zu erwarten. Doch fand die überraschende Intervention des Papstes und die Aussagen von Kardinal Schönborn aus der deutschsprachigen Gruppe besondere Beachtung. «Wir lernen, dass Christoph Schönborn ein Scheidungskind war. Auch Kardinäle sind Menschen», schreibt Charles Martig in seinem Kommentar zu den wichtigen Ereignissen im Vatikan.
Wiener Erzbischof über Familiensynode: «Es ist kein Geheimnis, dass wir sehr facettenreiche Sitzungen erleben» Und: «Es gibt Diskussionen, und es gibt notwendige, sogar heilsame Spannungen».
Der kanadische Erzbischof Paul-Andre Durocher hat vor der Weltbischofssynode eine Öffnung des Ständigen Diakonates für Frauen vorgeschlagen. Zudem setzte er sich für die Predigterlaubnis für verheiratete Frauen und Männer ein.
Bei der Familiensynode 2014 traten die afrikanischen Bischöfe als Hardliner auf. Diesmal sind verbindlichere Töne vom Schwarzen Kontinent zu hören.
Eheleute hatten bislang in der katholischen Kirche nur eine Chance gemeinsam heilig zu werden: Wenn sie als Märtyrer starben. Nun soll erstmals in der Geschichte ein Ehepaar heiliggesprochen werden, weil es seine Ehe vorbildlich lebte.
Am Wochenende hat sich Krzystof Charamsa als Homosexueller geoutet. Nun bittet der suspendierte Vatikan-Prälat Papst Franziskus um Hilfe.
Die rund 350 Teilnehmer der Familiensynode im Vatikan debattieren seit Mittwoch, 7. Oktober, in kleinen Gesprächskreisen über die Details. Noch geht es um Erfahrungsaustausch und Abtasten. Derweil warnte der Papst vor Verschwörungstheorien.
In der Schweizer Kirche gebe es «keine klare Linie» in Bezug auf die Familiensynode. Mit dieser Aussage vor Pressevertretern überraschte der Bischof von Sitten, Jean-Marie Lovey, am Sonntag zum Auftakt der Synode in Rom. Lovey vertritt die Schweizer Kirche an dem Grossevent. kath.ch hat bei einigen Schweizer Katholiken nachgefragt, wie das Votum des Bischofs bei ihnen ankommt.
Nun steht fest, wer in den 13 nach Sprachgruppen aufgeteilten Synodenkreisen jeweils den Ton angeben wird. Unter den Moderatoren und somit Diskussionsleitern finden sich sowohl konservative wie reformfreudige Geistliche.
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