Verurteilte im Prozess um die Terroranschläge vom Ostersonntag 2019 werden am 23. September 2026 in Colombo abgeführt. Das Gericht sprach 15 von 24 Angeklagten schuldig. Bei den Anschlägen am 21. April 2019 kamen mehr als 260 Menschen ums Leben.
International

Sri Lanka: 15 Verurteilte im Prozess um Oster-Attentate

Bei Osterfeierlichkeiten im Jahr 2019 haben Islamisten mehr als 260 Menschen in Sri Lanka getötet. Rund 500 Menschen wurden beim Attentat verletzt. Ein Gericht in Sri Lanka hat nun 15 der 24 Angeklagten im Prozess schuldig gesprochen.

(KNA) Ein Gericht in Sri Lanka hat den Hauptangeklagten im Prozess um die Osterattentate 2019 zu 260 Jahren Haft verurteilt. Das sei die längste je in dem Land verhängte Haftstrafe, berichteten nationale Medien am Mittwoch. Einen Tag zuvor waren dieser und 14 weitere Angeklagte schuldig gesprochen worden. Die weiteren Verurteilten erhielten Haftstrafen zwischen 200 und 220 Jahren.

260 Menschen getötet

Bei den islamistischen Anschlägen auf drei Kirchen und drei Hotels in der Hauptstadt Colombo während der Osterfeierlichkeiten vor sieben Jahren waren mehr als 260 Menschen getötet und rund 500 verletzt worden. Die Hintergründe der Anschläge bleiben auch nach den Urteilen ungeklärt. Vermutet wird etwa eine Verwicklung des Geheimdienstes.

Die Staatsanwaltschaft hatte gegen insgesamt 25 Personen Anklage in 23.270 Punkten erhoben, darunter Verschwörung zu terroristischen Zwecken, Verbindung zu islamistischen Extremisten, Waffen- und Munitionsbesitz sowie Mord. Von denen, die die Anschläge ausführten, wird laut Medienberichten niemand mehr als lebend vermutet.

Anzeige ↓ Anzeige ↑

Verurteilte im Prozess um die Terroranschläge vom Ostersonntag 2019 werden am 23. September 2026 in Colombo abgeführt. Das Gericht sprach 15 von 24 Angeklagten schuldig. Bei den Anschlägen am 21. April 2019 kamen mehr als 260 Menschen ums Leben. | © IMAGO / Xinhua
23. September 2026 | 14:00
Lesezeit : ca. 1  Min.
Teilen Sie diesen Artikel!