Vereidigung der Schweizergarde 2024 im Vatikan
Schweiz

Ex-Schweizergardist aus Sankt Gallen arbeitet neu als Kammerdiener von Papst Leo XIV.

25 Jahre Wache für den Papst – jetzt ein neuer Platz an seiner Seite: Ein ehemaliger Schweizergardist ist neuer persönlicher Assistent von Leo XIV. Nach 25 Jahren im Korps weiss der Neue genau, worauf es ankommt.

Severina Bartonitschek

(CIC) Ein früherer Schweizergardist, der bis Januar 2026 im Dienst war, arbeitet nun eng an der Seite des Papstes. Seit kurzem sei Anton Kappler einer der persönlichen Assistenten von Leo XIV., bestätigte Vatikansprecher Matteo Bruni am Mittwoch.

Zweites Sicherheitskorps des Papstes

In dieser Position unterstützt der 46-Jährige den bisherigen Kammerdiener Piergiorgio Zanetti, der den Posten bereits unter Papst Franziskus (2013-2025) innehatte. Zanetti arbeitete zuvor für das zweite Sicherheitskorps des Papstes, die Vatikan-Gendarmerie.

Anton Kappler als Leutnant in der Schweizergarde
Anton Kappler als Leutnant in der Schweizergarde

Wie diese stellt auch die Schweizergarde unter anderem den Personenschutz des katholischen Kirchenoberhaupts sicher. Mitglieder beider Dienste kennen die Bedürfnisse des Papstes sowie die erforderliche Diskretion.

Seit 2001 in der Garde

Der neue Kammerdiener Kappler arbeitete seit 2001 in der Garde, war zuletzt Teil des Führungskaders. Ende Januar war er nach 25 Jahren Dienst von der Päpstlichen Armee pensioniert worden. Kappler stammt aus Sankt Gallen. Wie es heisst, will Leo XIV. derzeit seine Deutschkenntnisse vertiefen.

135 Männer für den Papst

In der 1506 von Papst Julius II. gegründeten Schweizergarde dienen 135 Männer. Sie sind für den Schutz des Papstes sowie seiner Residenz zuständig. Zudem begleiten sie das katholische Kirchenoberhaupt auf Reisen, kontrollieren die Eingänge zum Vatikanstaat und nehmen Ordnungs- und Ehrendienste wahr. Mitglied der Garde dürfen katholische Männer werden, die in ihrer Schweizer Heimat Militärdienst geleistet haben und einen untadeligen Ruf besitzen. Wer Hellebardier wird, muss jünger als 30 Jahre und unverheiratet sein. Länger gediente Gardisten dürfen heiraten.

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Vereidigung der Schweizergarde 2024 im Vatikan | © Jacqueline Straub
13. März 2026 | 16:00
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