Dass nur Frauen Mütter sind, wird in der katholischen Kirche als Grund genannt, warum sie nicht Priester sein können. Doch eine Frau und Mutter, EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, hat den Papst zum Nachdenken gebracht. Drei Frauen helfen inzwischen, neue Bischöfe auszuwählen.
Es ist das Zeichen einer Kirche in Bewegung, das Papst Franziskus mit der Auswahl von 21 neuen Kardinälen ausgesendet hat. 20 von ihnen sind jünger als 80 Jahre und im Falle eines Konklaves wahlberechtigt.
Nach den undiplomatischen Worten von Papst Franziskus in Belgien hat die Regierung in Brüssel heftig protestiert. Der Papst hatte die Abtreibungsgesetze des Landes ungewohnt scharf verurteilt.
Manchen Bischöfen und Kardinälen passt es nicht, dass Männer und Frauen ohne Weiheamt an der weltweiten Bischofssynode abstimmen dürfen. Die erweiterte Zusammensetzung stimme mit dem Bischofsamt nach den Lehren des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965) überein, erwidert nun der Papst.
Die Schweizerin Helena Jeppesen-Spuhler ist Delegierte an der Weltsynode in Rom – mit Stimmrecht. Sie sagt: «Wir brauchen echte, verbindlich geregelte Partizipation. Auch und gerade der Frauen.»
Auf dem Rückflug von Brüssel nach Rom hat Papst Franziskus seine umstrittenen Äusserungen zu den Wesensunterschieden von Mann und Frau verteidigt – und die Universität Louvain kritisiert. Diese hatte sich von der Position des Papstes distanziert.
Oberrabiner Pinchas Goldschmidt hat in der Neuen Zürcher Zeitung fundamentale Kritik an der Position von Papst Franziskus zur Migrationsfrage geübt. Kath.ch hat die Kernaussage als Zitat wiedergegeben. Die vom Papst unterstützte Migrationspolitik «führt ins Chaos». Das kann man so nicht stehen lassen.
In einer Rede vor Studierenden hat Papst Franziskus am Samstag in Belgien die Wesensverschiedenheit von Frauen und Männern betont. Nun kontert die katholische Universität Louvain.
In Luxemburg hat Papst Franziskus seine Reise ins Herz Europas begonnen. Seinen ersten Auftritt in dem kleinen Land nutzte er für eine historisch-politische Grundsatzrede, die es in sich hatte.
Beobachter haben sich gewundert: Obschon die katholische Kirche in Belgien auf dem Rückzug ist, waren die Tickets für die Messe mit Papst Franziskus innert Kürze vergriffen. Doch es gibt auch Kritik am bevorstehenden Besuch des Kirchenoberhauptes. Ein geplantes Treffen mit Missbrauchsbetroffenen stösst auf Kritik.
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