Sparen ist angesagt | © Unsplash Katie Harp
Vatikan
Sparen ist angesagt | © Unsplash Katie Harp

Vatikan berät über Einsparungen

Rom, 12.12.18 (kath.ch) Der Vatikan will mehr Ausgaben einsparen. Möglichkeiten der Kostenreduzierung in der römischen Kurie standen im Mittelpunkt der jüngsten Beratungen des Kardinalsrats um Papst Franziskus, wie der Vatikan zum Ende des dreitägigen Treffens am Mittwoch bekanntgab.

Demnach warb vor allem der deutsche Kardinal Reinhard Marx für eine Senkung der laufenden Ausgaben, insbesondere beim Personal. Weitere Themen waren laut Vatikan ein für Februar geplantes Gipfeltreffen zu Missbrauch und Prävention sowie eine neue Kurienordnung, die das Vorgängerdokument von 1988 ablösen soll.

Wie der Kardinalsrat betonte, sollen Entlassungen zur Kosteneinsparung weiterhin vermieden werden. Stärker geprüft werden sollen hingegen Möglichkeiten von Versetzungen und vorzeitiger Pensionierung. Marx schlug den Angaben zufolge eine längerfristige Haushaltsplanung über fünf bis zehn Jahre vor, um einen genaueren Blick auf die Finanzlage und einen grösseren Planungshorizont zu haben.

Gravierendes Defizit?

In den vergangenen beiden Jahren legte der Vatikan keine Bilanzen mehr für den Heiligen Stuhl und die Verwaltung des Vatikanstaats vor. Presseanfragen nach den betreffenden Zahlen blieben unbeantwortet. Beobachter sehen darin einen Hinweis auf ein gravierendes Defizit.

Das nächste Treffen des Kardinalsrats ist für den 18. bis 20. Februar in Rom geplant. (cic)

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