Papst Franziskus am 32. Weltjugendtag mit Jugendlichen | © KNA
Vatikan
Papst Franziskus am 32. Weltjugendtag mit Jugendlichen | © KNA

Papst ruft junge Menschen zu «gesunder Unruhe» auf

Rom, 13.6.18 (kath.ch) Papst Franziskus hat junge Menschen vor einem Leben in Mittelmass und Kleinmut gewarnt. Anstatt sich anzupassen, sollten sie Gott «um das Geschenk einer gesunden Unruhe bitten», sagte er am Mittwoch bei der Generalaudienz auf dem Petersplatz.

«Wohin geht die Menschheit, wenn die Jungen nicht nach echtem Leben hungern?», so Franziskus. Mit seinen Überlegungen über ein gelungenes und authentisches Leben begann das Kirchenoberhaupt eine neue Katechesereihe zu Gottes Geboten.

Bewusstsein um Grenzen verlernt

Dabei bezog sich der Papst auf die biblische Erzählung eines jungen Mannes, der Jesus danach fragt, wie er ein vollkommenes Leben bei Gott erreichen könne. Dieses Gefühl, dass etwas Weitergehendes, Bedeutendes im Leben fehle, ist laut Franziskus kennzeichnend für den Übergang von der Jugend zur Reife des Erwachsenenalters. Leider habe die Menschheit in den vergangenen Jahrhunderten das Bewusstsein um die eigenen Grenzen oft verlernt, so das Papst.

Jesus biete den Menschen «wahres Leben, wahre Liebe und wahren Reichtum». Um diese zu erreichen, müsse der Mensch den tieferen Sinn der Gebote Gottes leben, der darin bestehe, nicht allein für sich und das eigene Wohl zu leben, sondern Jesus zu folgen und sich für andere einzusetzen. (cic)

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