Nach Trump-Attacke: Schweizer Bischöfe bekräftigen Solidarität mit Papst Leo
Nach dem Churer Bischof und dem Einsiedler Abt meldet sich nun auch die Schweizer Bischofskonferenz zu Wort – zur verbalen Attacke von US-Präsident Donald Trump auf Papst Leo XIV. «Die Kirche darf und muss ihre Stimme erheben, wenn die Würde des Menschen, der Frieden und das menschliche Leben selbst in Frage gestellt werden.»
Barbara Ludwig
Das Präsidium der Schweizer Bischofskonferenz (SBK) hat sich an seiner heutigen Sitzung mit den jüngsten öffentlichen Appellen von Papst Leo XIV. zum Frieden sowie mit seiner «klaren und unmissverständlichen Haltung» gegenüber jüngsten Äusserungen des US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump befasst, heisst es in einer Medienmitteilung von Dienstagnachmittag.
Krieg widerspricht dem Geist des Evangeliums
Darin bekräftigen die Mitglieder der Schweizer Bischofskonferenz «ihre uneingeschränkte Solidarität mit den Aussagen des Heiligen Vaters». Es gehe in den Worten des Papstes «nicht um polemische Auseinandersetzungen, sondern um die Verankerung grundlegender christlicher und humanitärer Werte».
Krieg, Zerstörung und die Relativierung menschlichen Lebens widersprechen dem Geist des Evangeliums und dem Auftrag der Kirche, Anwältin des Friedens und der Versöhnung zu sein, betonen die Bischöfe.
Ermutigung, Friedensappelle weiterzutragen
Nachdem in den vergangenen Tagen mehrere Bischöfe und Territorialäbte der Schweiz öffentlich die Friedensbotschaft des Papstes unterstützt hätten, gebe die Schweizer Bischofskonferenz mit der heutigen Erklärung eine gemeinsame, geschlossene Botschaft: «Die Kirche darf und muss ihre Stimme erheben, wenn die Würde des Menschen, der Frieden und das menschliche Leben selbst in Frage gestellt werden.»
Die Schweizer Bischöfe ermutigen die Gläubigen und «alle Menschen guten Willens», die Friedensappelle des Papstes im Gebet, im persönlichen Handeln und im gesellschaftlichen Engagement aufzunehmen und weiterzutragen.
Der Churer Bischof Joseph Maria Bonnemain sowie der Einsiedler Abt Urban Federer hatten sich bereits gegenüber Medien zum Schmäh-Posting von US-Präsident Donald Trump geäussert und den Papst verteidigt.
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