«Ja, ich will»: Videoreihe zeigt, warum Paare heute noch in Kirche heiraten
Acht Paare, acht Trauungen: Die Interessengemeinschaft Paar- und Familienseelsorge der katholischen Kirche in der Deutschschweiz zeigt mit Videoporträts und Erklärvideos die Suche nach einer passenden Hochzeitsform. Und liefern einen Einblick in kirchliche Hochzeiten und Segensfeiern.
Jacqueline Straub
«Ja ich will: In der Kirche heiraten», so heisst ein neuer Youtube-Kanal der Interessengemeinschaft Paar- und Familienseelsorge der katholischen Kirche in der Deutschschweiz. Die Videoreihe umfasst acht Porträts von Paaren, die sehr unterschiedlich sind, was ihr Alter, ihre Lebenssituation und ihre Art zu feiern betrifft.
Regenbogen-Hochzeit
In den Videos erzählen sie, warum die Kirche der richtige Ort für ihr Hochzeitsfest war. «Unsere kirchliche Segnung gab dem Tag eine Tiefe, vom Gottesdienst über den Apéro bis zum Abendessen. Diese positive Grundstimmung machte den Tag zum schönsten in unserem Leben», sagt Nick in der Videoserie. Er hat seinem Partner Dani bei einer Regenbogen-Hochzeit im Thurgau sein Ja-Wort gegeben.
Hochzeit im Winter
Lukas und Corinne haben vergangenes Jahr im Januar in Gossau SG kirchlich geheiratet – eine bewusste Entscheidung für eine Winterhochzeit, fernab von Sommerhitze und stickigen Anzügen. Zuerst hatten sie über eine freie Trauung nachgedacht, doch ein Gespräch mit dem Pfarrer veränderte ihre Einstellung.
«Kirche bietet mehr. Beim Impulstag mit anderen Hochzeitspaaren zur Vorbereitung setzten wir uns mit unserer Beziehung auseinander. Auch lebenslang gesehen, können wir auf Begleitung zählen», sagt Corinne. Sie erzählt im Video davon, wie unkompliziert und persönlich sie die Trauung mitgestalten konnten.
Ein Videoporträt geht über Irene und Thomas, die seit drei Jahren ein Paar sind. Kennengelernt haben sie sich bei Brändi in Sursee (LU), wo sie zusammen arbeiten und gemeinsam in einer Wohngruppe leben. Ihr «Liebesfest» haben sie mit vielen Gästen gefeiert – die Behindertenseelsorgerin Fabienne Eichmann segnete dabei die Liebe der beiden.
Die Serie lässt aber auch ein Paar zu Wort kommen, das schon lange verheiratet ist und ihr Geheimnis einer langen Beziehung verrät.
Bischof Beat Grögli freut sich
«Wir möchten Paaren zeigen, wie persönlich, stärkend und lebensnah das Heiraten in der Kirche heute sein kann», sagen der Projektleiter Matthias Koller Filliger von der Fachstelle Partnerschaft-Ehe-Familie und Mitglied der Arbeitsgruppe, Claudia Vetsch von der Fachstelle junge Erwachsene und Berufung in einer Mitteilung des Bistums St. Gallen.
Der St. Galler Bischof Beat Grögli freut sich über die Videoporträts. «Sie zeigen auf, wie das Leben heute ist. Wenn Paare in verbindlicher Partnerschaft die Kirche um ihre Begleitung und um einen Segen für ihre Partnerschaft bitten, will die Kirche darauf konstruktiv-positiv reagieren», wird er in der Mitteilung zitiert.
Neben den Paargeschichten gibt es drei kompakte Erklärvideos zum Thema «Welche Gestaltungsmöglichkeiten gibt es?», «Wie unterscheiden sich Trauung und Segensfeier?» und «Müssen unsere Trauzeugen katholisch sein?». Somit sollen interessierte Paare schnell und unkompliziert die wichtigsten Informationen für ihre Planung erhalten.
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