Flüeli-Ranft | © Georges Scherrer
Schweiz
Flüeli-Ranft | © Georges Scherrer

Blocher und Huonder treten an SVP-Gedenkfeier für Bruder Klaus auf

Engelberg OW, 4.1.17 (kath.ch) Für dieses Jahr sind bereits zahlreiche, darunter auch nationale Anlässe zum Gedenken an den Schweizer Friedenspatron Niklaus von Flüe (1417-1487) vorgesehen. Nun plant ein neuer Verein eine weitere nationale Gedenkfeier für den Heiligen. Dazu wurden alt Bundesrat Christoph Blocher und der Churer Bischof Vitus Huonder eingeladen, wie der Verein «Die Schweiz mit Bruder Klaus» am Mittwoch mitteilte.

Die Gedenkfeier soll am 19. August in Flüeli-Ranft im Kanton Obwalden stattfinden, heisst es in der Mitteilung, die sowohl vom Bistum Chur als auch vom Zürcher SVP-Politiker Ulrich Schlüer versandt wurde. Voraussichtlich ist Huonder dann nicht mehr Bischof von Chur, da er am 21. April 75 Jahre alt wird und deshalb gemäss Kirchenrecht Papst Franziskus seinen Rücktritt anbieten muss.

Die Veranstaltung sei keineswegs als Konkurrenz zu den bereits geplanten Anlässen gedacht, versicherte Monika Rüegger, SVP-Kantonsrätin aus Engelberg und Präsidentin des neuen Vereins, gegenüber kath.ch. Es sei auch nicht darum gegangen, Aspekte zu berücksichtigen, die andere Gedenkanlässe vernachlässigen würden. Es sei «toll», was bislang unter dem Motto «Mehr Ranft» organisiert worden sei, so Rüegger. Die Gedenkfeier des neuen Vereins habe daneben gut Platz. Der Entschluss dazu sei gefallen, nachdem der Bundesrat im vergangenen Sommer bekannt gegeben habe, keine eigene Gedenkfeier zu organisieren, heisst es in der Mitteilung. Der offizielle Staatsakt mit Vertretungen von Bundesrat, Parlament und Kantonsregierungen findet am 30. April auf dem Landenberg bei Sarnen OW statt.

Mit dem Anlass vom 19. August wolle ihr Verein Niklaus von Flüe als gläubigen Menschen und Heiligen, als Politiker und Ratgeber sowie als Familienmensch würdigen, erklärte Rüegger. In der Mitteilung wird der Eremit als «wegweisender Ratgeber» bezeichnet, der die Entwicklung der damals noch jungen Eidgenossenschaft in entscheidender Stunde für Jahrhunderte geprägt habe.

Blocher als Pfarrerssohn geeignet

Als Redner wurde alt Bundesrat Christoph Blocher eingeladen. Der SVP-Politiker eigne sich für diese Aufgabe, weil er, «historisch bewandert», über die nötige Sensibilität verfüge, sagte Rüegger. Auch die Tatsache, dass er Sohn eines Pfarrers ist, spreche für Blocher. Zudem habe man eine Persönlichkeit engagieren wollen, die von ausserhalb des Kantons Obwalden komme. Der Churer Bischof Vitus Huonder soll den Schweizer Schutzpatron als Heiligen würdigen. Man habe sich an ihn als Ortsbischof gewandt, sagte die Politikerin, die sich sichtlich über die Zusage des Bischofs freut.

Die Gedenkfeier wird mit einer kurzen historischen Einordnung des Wirkens von Bruder Klaus durch den Nidwaldner SVP-Nationalrat und Historiker Peter Keller. Zum Programm gehören auch Theaterszenen zum Leben des Heiligen und musikalische Einlagen.

Im Organisationskomitee sind nach Angaben von Rüegger verschiedene Persönlichkeiten aus den Zentralschweizer Kantonen vertreten. Namen wollte die Politikerin nicht nennen.

2017 jährt sich der Geburtstag von Niklaus von Flüe zum 600. Mal. Das Jubiläum wird mit zahlreichen Veranstaltungen begangen. Viele davon werden vom Obwaldner Trägerverein «600 Jahre Niklaus von Flüe 2017» koordiniert, dem Kanton und Kirchen angehören. Dieser Verein betreibt die Webseite «Mehr Ranft».  (bal)

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