Vatikan

Bischofssynode: Baldisseri geht, Grech rückt nach

Kardinal Lorenzo Baldisseri (79) ist als Generalsekretär der Bischofssynode zurückgetreten. Nachfolger wird sein bisheriger Stellvertreter: Bischof Mario Grech (63) aus Malta.

Von 2005 bis August 2020 leitete Grech das Bistum Gozo auf Malta. Bereits im Oktober 2019 hatte der Papst Grech zum Pro-Generalsekretär der Synode und damit zu Baldisseris Stellvertreter ernannt.

Mario Grech, Bischof von Gozo (Malta), am 2. Oktober 2014 im Vatikan.

Die Bischofssynode ist ein Beratungsgremium des Papstes, das sich auf dessen Einladung hin zu Versammlungen meist in Rom trifft. Der Synode gehören Bischöfe wie auch Ordensleiter an.

Organisator der letzten drei Bischofssynoden

Franziskus hatte den Italiener Baldisseri im September 2013 zum Generalsekretär der Bischofssynode ernannt und ihn im Februar 2014 zum Kardinal erhoben. Unter seiner Organisation fanden die Bischofssynoden zu Familie (2014 und 2015), zur Jugend (2018) sowie 2019 die Amazonas-Synode statt. Am 29. September wird Baldisseri 80 Jahre alt und verliert damit auch sein Papstwahlrecht.

Der in Pisa geborene Baldisseri war seit 1992 im diplomatischen Dienst des Vatikan tätig. Unter anderem vertrat er den Papst in Paraguay, Indien und Brasilien, bevor ihn Benedikt XVI. 2012 zum Sekretär der Bischofskongregation ernannte. (cic)


Kardinal Lorenzo Baldisseri bei der Präsentation des Abschlussdokuments der Vorsynode | © Jacques Berset
16. September 2020 | 16:29
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