Die Schwarze Madonna im «Innsbrucker Kleid» | © Jean-Marie Duvoisin, Kloster Einsiedeln
Die Schwarze Madonna im «Innsbrucker Kleid» | © Jean-Marie Duvoisin, Kloster Einsiedeln
Kloster Einsiedeln, 15.07.2019, 09:17

Das Hochfest Unserer Lieben Frau von Einsiedeln

Medienmitteilung

Am 16. und 21. Juli 2019 steht die Schwarze Madonna im Mittelpunkt

Jedes Jahr am 16. Juli und am darauffolgenden Sonntag feiert Einsiedeln seine Patronin, die Gottesmutter Maria — am 16. Juli im einfachen Rahmen, am Sonntag darauf mit festlichen Gottesdiensten.

PPS. Zwar gibt es nur eine Jungfrau Maria, aber sie wird auf der ganzen Welt in unzähligen (Gnaden-) Bildern verehrt. Die bedeutendsten Wallfahrtsorte feiern seit alter Zeit den Festtag «ihrer» Muttergottes zusätzlich zu den üblichen Marienfesten. In Einsiedeln ist es immer am 16. Juli soweit. Da der 16. Juli meist auf einen Wochentag fällt, wird am Sonntag darauf nochmals gefeiert – mit vielen Menschen aus nah und fern.

Ein etwas holpriger Name

Seit dem 17. Jahrhundert wird in Einsiedeln das «Hochfest Unserer Lieben Frau von Einsiedeln» gefeiert. Die Bezeichnung «Unsere Liebe Frau» stammt jedoch aus dem Mittelalter und verbindet den früheren Hoheitstitel «Frau» (im Sinne von Herrin) mit dem Nähe, Zuneigung und Vertrautheit ausdrückenden Adjektiv «lieb». Während im deutschen Sprachraum die Bezeichnung «Unsere Liebe Frau» nur noch sehr selten benutzt wird, ist sie z.B. im Französischen als «Notre Dame» immer noch sehr geläufig.

Die Kombination «Unsere Liebe Frau von Einsiedeln» drückt aus, dass sich die Verehrung der Gottesmutter Maria immer auch geografisch manifestiert. Von Konrad Adenauer (1876-1967) stammt das Wort: «Wallfahrtsorte sind die heimlichen Hauptstädte der Welt.» Einsiedeln ist damit als Punkt auf der «spirituellen Weltkarte» von nicht geringer Bedeutung.

Liturgische Feiern zu Ehren der Schwarzen Madonna

Da am 16. Juli die Werktagsordnung gilt, wird um 11.15 Uhr das Konventamt gefeiert. Am 21. Juli bildet das feierliche Pontifikalamt mit Abt Urban um 09.30 Uhr den Höhepunkt des Festes der Schwarzen Madonna. Die Pontifikalvesper um 16.30 Uhr mit dem «Salve Regina» bei der Gnadenkapelle bildet den festlichen Schlusspunkt.

Gottesdienst- und Ausstellungsbesuch

Dieses Jahr kann man die Mitfeier des Gottesdienstes mit dem Besuch einer Ausstellung verbinden. Bei beiden steht heuer die Schwarze Madonna im Mittelpunkt. Denn 2019 wird an die folgenschwere Restaurierung vor 220 Jahren erinnert, als die spätgotische Statue definitiv zur Schwarzen Madonna wurde. Die aktuelle Ausstellung am Hof, dem Gästebereich des Klosters, erzählt die Geschichte der Wallfahrt und des Gnadenbildes. Vor allem aber gibt sie Antwort auf die immer wieder gestellte Frage: «Warum ist die Madonna schwarz?»

Die sehenswerte Ausstellung ist geöffnet von Montag bis Samstag von 08.00 – 19.00 Uhr und am Sonntag von 10.30 – 19.00 Uhr. Der Eintritt beträgt 5 Franken. Die Hofpforte ist über den Abteihof zugänglich.

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