Der Synodale Weg

Im Fokus der Medien: Der Synodale Weg in Deutschland.

Im Fokus der Medien: Der Synodale Weg in Deutschland

Im Fokus der Medien: Der Synodale Weg in Deutschland.

Der Synodale Weg in Deutschland ist auf zwei Jahre angelegt und hat am ersten Advent 2019 (1. Dezember) begonnen. In diesem Zeitraum wird die Versammlung mit ca. 230 Mitgliedern zu vier grossen Plenarsitzungen im St. Bartholomäus-Dom in Frankfurt am Main zusammenkommen.

Blick durch ein gelochtes Metallkreuz auf die Teilnehmer der Synodalversammlung
Impression der ersten Synodalversammlung in Frankfurt im Januar 2020.
Kardinal Reinhard Marx, Präsident des Synodalen Weges in Deutschland.
Kardinal Reinhard Marx (r) bedankt sich bei den Beobachterinnen und Beobachtern. Zweiter von rechts: Daniel Kosch.
Der Synodale Weg kurz erklärt
Beobachter des Synodalen Weges in Frankfurt im Januar 2020.

Der Begriff «Synodaler Weg» verweist auf das griechische Wort Synode. Es bedeutet wörtlich Weggemeinschaft; im kirchlichen Sprachgebrauch bezeichnet Synode eine Versammlung von Bischöfen oder von Geistlichen und Laien.

In ihrem Reformdialog auf dem Synodalen Weg wollen die deutschen katholischen Bischöfe und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken über die Zukunft kirchlichen Lebens in Deutschland beraten. Ein Ziel ist, nach dem Missbrauchsskandal verloren gegangenes Vertrauen zurückzugewinnen.

Die Initiative, die es in dieser Form in der katholischen Kirche noch nie gab, ist auf zunächst zwei Jahre angelegt. Oberstes Organ des Synodalen Wegs ist die Synodalversammlung. Sie zählt 230 Mitglieder, die für eine möglichst grosse Bandbreite kirchlichen Lebens stehen sollen. Schwerpunktthemen des Reformdialogs sind die Sexualmoral, die priesterliche Lebensform, Macht und Gewaltenteilung sowie die Rolle von Frauen in der Kirche.

Wie eine Synode hat auch der Synodale Weg einen beratenden Charakter. Das letzte Wort bei einer möglichen Umsetzung der Beschlüsse in ihrem Bistum haben die jeweiligen Ortsbischöfe. Das soll auch die Einheit mit der Weltkirche gewährleisten und einen nationalen Sonderweg verhindern.

Nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-65) gab es in Deutschland neben mehreren Diözesansynoden zwei landesweite Synoden, die die Beschlüsse des Konzils umsetzen und konkretisieren sollten. In der Bundesrepublik war dies die Würzburger Synode (1971-1975). Manche ihrer Voten wurden von Rom abgelehnt oder blieben unbeantwortet. Für die katholische Kirche auf dem Gebiet der DDR gab es von 1973 bis 1975 die Dresdner Pastoralsynode. (kna)

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