Messbücher und Lektionare in St. Laurentius, Winterthur
International

Kirche startet die Revision des deutschsprachigen Messbuchs

Die Überarbeitung des deutschsprachigen Messbuchs in der katholischen Kirche geht in eine neue Phase. Seit dem 2. November können Fachleute und Personen aus der pastoralen Praxis im Rahmen einer öffentlichen Konsultation Änderungsvorschläge zu bestehenden Messbuchtexten einreichen. Rückmeldungen sind bis zum 30. Juni 2027 möglich.

Wolfgang Holz

Ziel der Revision ist eine moderate Überarbeitung der bisherigen Texte, ohne diese grundsätzlich neu aus der lateinischen Vorlage zu übersetzen, wie es in einer Medienmitteilung der Deutschen Bischofskonferenz heisst. Diese wurde auch vom Liturgischen Institut der deutschsprachigen Schweiz publiziert.

Online Textstellen benennen

Konkret können Interessierte über eine Online-Eingabemaske* einzelne Textstellen benennen, Änderungsvorschläge einreichen und diese kurz begründen. Allgemeine Rückmeldungen und umfassende Fragestellungen können nicht berücksichtigt werden.

Mit der Konsultation sollen insbesondere die Erfahrungen aus mehr als 50 Jahren pastoralliturgischer Praxis in die Überarbeitung einfliessen. Davon zu unterscheiden ist die Erprobung neu erarbeiteter Messbuchtexte, die in der ersten Jahreshälfte 2027 in ausgewählten Pfarreien und Ordensgemeinschaften stattfinden soll.

Dreistufige Neuausgabe

Der Revisionsprozess ist insgesamt dreistufig angelegt. In der ersten Phase wurden die neuen Texte des «Missale Romanum» (2002/2008) übersetzt. Ausserdem wurden «Perikopenorationen» – Tagesgebete, die auf Schriftlesungen der Sonn- und Festtage Bezug nehmen – nach dem Vorbild anderer volkssprachiger Messbücher erstellt.

In der nun beginnenden zweiten Phase sollen die im jetzigen deutschsprachigen Messbuch enthaltenen Texte einer massvollen Überarbeitung unterzogen werden. In einer letzten Phase werden dann die Rückmeldungen eingearbeitet und das neue Messbuch den Bischöfen des deutschen Sprachraums zur Approbation vorgelegt. Vor einer Drucklegung muss es dann noch grünes Licht aus Rom geben.

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Das Gesamtprojekt verantwortet die «Konferenz Liturgie der Kirche im deutschen Sprachgebiet» (KLD) im Auftrag der Bischofskonferenzen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz sowie der weiteren zuständigen Bischöfe des deutschen Sprachgebiets. Die Revisionsarbeiten wurden 2024 aufgenommen. (Mit zusätzlichen Informationen von KAP)

*Die Online-Eingabemaske ist erreichbar unter: https://www.umfrageonline.com/c/messbuch


Messbücher und Lektionare in St. Laurentius, Winterthur | © Oliver Sittel
2. November 2026 | 15:30
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