Bruno Hensler: «Wir engagieren uns in Einsiedeln und im Kloster für eine echte Willkommenskultur»
Seit einem halben Jahr ist Bruno Hensler als Geschäftsführer des Klosters Einsiedeln im Amt. Er möchte das Kloster Einsiedeln und das Dorf aus dem jahrelangen Bewältigungsmodus führen. Was er damit meint, erklärt er im Podcast «Laut + Leis».
«Seit Jahrhunderten pilgern viele Menschen nach Einsiedeln. Heute haben wir pro Jahr rund 800’000 Gäste. Sie kommen mit dem Öffentlichen Verkehr, dem Privatauto, dem Velo oder zu Fuss. Sie müssen nach Einsiedeln kommen, verpflegt werden und so weiter.
Dieses Müssen ist immer stärker als Müssen aufgefasst worden, nicht mehr als Privileg. Viele touristische Orte würden sich wünschen, sie hätten so viele Gäste wie wir. Doch wir denken, ja, ein bisschen weniger wäre auch gut. Die vielen Menschen verstopfen unsere Verkehrswege, was tatsächlich in Teilen auch der Fall ist.
Nur ist das nicht das Problem derjenigen, die nach Einsiedeln kommen, sondern derjenigen, die das organisieren. Das ist eine Herausforderung, die im Moment bewältigt wird.
Ich möchte mithelfen, Einsiedeln und das Kloster aus dem jahrelangen Bewältigungsmodus zu führen und eine echte Willkommenskultur wiederzubeleben. Dafür engagieren wir uns.»
Das sagt Bruno Hensler im Podcast «Laut + Leis». Der promovierte Betriebswirt ist der neue Geschäftsführer des Klosters Einsiedeln. Zuvor war er Rektor des Gymnasiums im Kloster Disentis und Verwaltungsdirektor der Hochschule St. Gallen. (sl)
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