Papst Franziskus will «falschen» Heiligen Pforten Riegel vorschieben
Offenbar will der Vatikan einem Wildwuchs von Heiligen Pforten vorbeugen. In der katholischen Kirche herrscht offenbar Verwirrung über besondere Türen. Der Vatikan sah sich jedenfalls zu einer Klarstellung gezwungen.
Auf konkrete Fälle bezog sich das am Donnerstag veröffentlichte Schreiben zwar nicht, benannte aber «aufgeworfene Fragen» zur Einrichtung dieser besonderen Tore in bestimmten Kirchen weltweit.
Die Evangelisierungsbehörde erinnerte in diesem Zusammenhang unmissverständlich an die Existenz von lediglich vier Heiligen Pforten in den Papstbasiliken von Rom. Hinzu kommt eine weitere, die Papst Franziskus in einem Gefängnis öffnen möchte.
Bei aller Sensibilität für die pastoralen und andächtigen Beweggründe, die zu einem solchen lobenswerten Bestreben geführt haben mögen, möchte man an die präzisen Angaben zu dem Thema durch Papst Franziskus erinnern, heisst es in dem Schreiben.
2015 gab es «Pforten der Barmherzigkeit»
Möglicherweise hatte die Erinnerung an das ausserordentliche Heilige Jahr 2015 zu einer missverständlichen Auffassung geführt. Damals hatte Franziskus verfügt, dass auch in bedeutenden Kirchen sogenannte Pforten der Barmherzigkeit geöffnet werden sollten.
Die Heiligen Pforten sind Teil des Jubiläumsjahres, das der Papst am 24. Dezember in Rom eröffnet. Wer in dem Heiligen Jahr nach Rom pilgert und dort unter anderem diese sonst zugemauerten Pforten durchschreitet, kann einen Ablass erhalten, also den Nachlass von Sündenstrafen im Jenseits. (cic)
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