Vier Männer bilden bislang die Spurgruppe für den synodalen Prozess in der Schweiz.
Schweiz

Frauen und Priester gesucht: Bischöfe und RKZ wollen Spurgruppe erweitern

In drei Wochen beginnt in Prag die europäische Versammlung des synodalen Prozesses. Mit dabei: Bischof Felix Gmür und drei Frauen aus der Schweiz. Online werden weitere zehn Menschen zugeschaltet. Am 26. Januar gibt es eine Vorbesprechung – organisiert von einer Spurgruppe, die weiblicher werden will.

Insgesamt 14 Katholikinnen und Katholiken werden die Anliegen der Schweizer Kirche in Prag oder digital einbringen. Die europäische synodale Versammlung findet vom 5. bis zum 12. Februar statt. 

Von Wislikofen nach Prag

Die vorbereitende Videokonferenz findet am 26. Januar statt. Dabei werden die vier Schweizer Delegierten in Prag gemeinsam mit den zehn Online-Delegierten das Treffen in Prag vorbesprechen. Unterstützt werden sie dabei von der Pastoralkommission der Schweizer Bischofskonferenz. Diese hat bereits bisher beratend und organisatorisch den synodalen Prozess in der Schweiz mitgestaltet.

Die Schweizer Delegation für das Europa-Treffen des synodalen Prozesses in Prag.
Die Schweizer Delegation für das Europa-Treffen des synodalen Prozesses in Prag.

Die zehn Online-Delegierten werden von der Schweiz aus an der europäischen Versammlung teilnehmen. Und zwar vom Bildungszentrum der Katholischen Kirche Aargau in Wislikofen aus. Ob sie sich von dort aus tatsächlich einbringen können, ist aktuell noch nicht bekannt.

Die Delegierten sollen das Wort ergreifen

«Es ist wünschenswert, dass diese Delegierten das Wort ergreifen können während der Synode in Prag, wenn nicht, wo wäre da die Synodalität?», fragt Arnd Bünker. Er ist Sekretär der Pastoralkommission der Schweizer Bischofskonferenz und gehört der Spurgruppe des synodalen Prozesses in der Schweiz an. 

An der europäischen Versammlung in der tschechischen Hauptstadt Prag werden rund 200 Menschen vor Ort versammelt sein. Weitere 400 Personen werden online zugeschaltet sein. 

Das genaue Programm ist noch nicht bekannt

Bei der vom 5. bis zum 12. Februar dauernden kontinentalen Synode sind die letzten zwei Tage reserviert für die Präsidenten der Bischofskonferenzen, also für die Bischöfe der verschiedenen Länder. Das genaue Programm ist noch nicht bekannt.

Auch in der Schweiz läuft der synodale Prozess weiter. Laut dem Generalsekretär der Schweizer Bischofskonferenz, Davide Pesenti, soll derzeit die Spurgruppe erweitert werden, die den synodalen Prozess organisiert.

Frauen und Priester gesucht

Laut Pesenti soll die Spurgruppe weiblicher werden. «Auch bemühen wir uns um einen Priester, um die Frage des Klerikalismus zu bearbeiten», fügt Arnd Bünker an. Die Kandidatensuche sei im Gange und werde nach dem Treffen von Prag beendet sein. 

Bislang besteht die Spurgruppe aus dem Generalsekretär der Römisch-Katholischen Zentralkonferenz der Schweiz (RKZ), Urs Brosi, SBK-Generalsekretär Davide Pesenti und von Seiten der Pastoralkommission der Schweizer Bischofskonferenz Arnd Bünker und Oliver Wäckerlig. (cath.ch/Adaption rp/rr)


Vier Männer bilden bislang die Spurgruppe für den synodalen Prozess in der Schweiz. | © kath.ch
13. Januar 2023 | 17:43
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