Beim 30. Stadt-Marathon am Sonntag in Rom dürfte es laut und bunt zugehen in der Ewigen Stadt. Doch vor dem Start wird es kurz still. Dann wollen 30’000 Menschen schweigen – für einen, der seit Wochen schwer krank ist.
Seit knapp einem Monat wird Papst Franziskus in der Gemelli-Klinik behandelt. Am Donnerstag war im Vatikan Feiertag, der Tag der Papstwahl vor zwölf Jahren. Auch der Pontifex hat gefeiert und Glückwünsche aus aller Welt empfangen.
Er ist der zweitälteste amtierende Papst der Kirchengeschichte. Für das Heilige Jahr hat sich Franziskus viel vorgenommen. Doch sein 13. Jahr im Amt beginnt der Argentinier im Krankenstand. Nach wie vor muss er wegen seiner Lungenentzündung in der Gemelli-Klinik behandelt werden – wo er nun seit fast vier Wochen stationär ist.
Seit zwölf Jahren ist Papst Franziskus im Amt. Zeit für eine Bilanz in Zeiten, die für ihn selbst und für die katholische Kirche keine einfachen sind. Ein Vatikanexperte aus Italien versucht sich daran.
Der Zustand von Papst Franziskus (88) scheint sich weiter zu stabilisieren. Während Italiens Bischöfe für seine Genesung beten, haben die Ärzte die Einstufung der Prognose als bedrohlich aufgehoben. Die Nacht auf Dienstag verlief ruhig für den 88-Jährigen.
In den letzten Tagen meldete sich der Papst aus der Klinik wieder mehrfach zu Wort. Die Gesundheitskurve des Lungenkranken zeigt derzeit einen gewissen Aufwärtstrend; am Abend soll es neue Informationen geben.
Seit 24. Februar beten jeden Abend einige tausend Menschen auf dem Petersplatz für die Genesung des Papstes. Während den Vatikan-Exerzitien ab Montag sollen die Andachten in dieser Form ausgesetzt werden.
Gute Nachrichten aus dem Vatikan: Offenbar schlagen die verordneten medizinischen Therapien für den kranken Papst an. Es ist von leichten Verbesserungen seines Gesundheitszustandes die Rede.
Wie geht es weiter im Vatikan, wenn Franziskus krank und geschwächt bleibt? Drei Wochen nach der Einlieferung des Papstes in die Gemelli-Klinik hat sich eine «klinische Phase» des Pontifikats entwickelt.
Das Gesicht des Vatikans ist derzeit kein hochrangiger Geistlicher. Der charmante Papst-Sprecher Matteo Bruni schafft den Balance-Akt zwischen öffentlichem Interesse an der Gesundheit des Papstes und dessen Privatsphäre. Ein Porträt.
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