Kathedrale Chur| © Georges Scherrer
Schweiz
Kathedrale Chur| © Georges Scherrer

Resolution zu Nachfolge Bischof Huonder im Zürcher Kirchenparlament

Zürich, 30.11.16 (kath.ch) Die Frage, wer die Nachfolge des Churer Bischofs Vitus Huonder antritt, beschäftigt auch die Zürcher Katholiken. Am Donnerstag wird das Parlament der Römisch-katholischen Körperschaft des Kantons Zürich über eine Resolution entscheiden, die das Wunschprofil von Huonders Nachfolger skizziert. Verlangt wird eine «friedensstiftende Persönlichkeit».

Die Sorge um eine versöhnliche Lösung im Bistum Chur sei von verschiedenen Seiten an die Synode, das Parlament, herangetragen worden, heisst es in den Unterlagen zur Synodensitzung vom 1. Dezember. Als Ausdruck dieser Sorge betrachtet die Geschäftsleitung der Synode unter anderem auch die Petition, die die Allianz «Es reicht!» am 11. November lancierte.

Die Synode hält eine Befriedung im Bistum Chur als «höchst prioritäres Anliegen» für eine glaubwürdige Kirche. Die Spaltung im Bistum müsse überwunden werden, heisst es in dem Dokument zuhanden der Synode weiter.

Vertraut mit pastoralen Verhältnissen im Bistum

Die Resolution, über die das Kirchenparlament entscheidet, fordert als Nachfolger des Churer Bischofs Vitus Huonder eine «friedensstiftende Persönlichkeit», die mit den pastoralen und gesellschaftlichen Verhältnissen der Diözese vertraut ist und die Seelsorge im Bistum aus eigener Erfahrung kennt. Zudem soll sie im Bistum akzeptiert sein und konstruktiv mit den staatskirchenrechtlichen Instanzen zusammenarbeiten. Die Resolution sei eine «dringende Bitte» an die kirchlichen Verantwortungsträger, «ein Ohr beim Volk zu haben».

Huonder wird am 21. April 75 Jahre alt und muss deshalb dem Papst gemäss Kirchenrecht seinen Rücktritt anbieten.

Anfrage zum Bistumsfonds

An der Synodensitzung wird der Synodalrat zudem auf eine Anfrage eines Synodalen zum Bistumsfonds antworten. Dieser Fond wurde vor Jahren geäufnet, um die Realisierung eines Bistums Zürich finanzieren zu können. Der Synodale Elmar Weilenmann möchte wissen, ob die Zweckbestimmung des Fonds überhaupt noch erfüllt werden kann und ob sich der Synodalrat vorstellen könne, den Zweck des Fonds neu zu definieren. (bal)

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