«Warm-up» für den nationalen Weltjugendtag in Stans
Für den Sonntagabend lädt das Organisationskomitee zu einem Auftakt-Anlass für den nationalen Weltjugendtag vom 12. bis 14. Juni in Stans ein. Damit solle die Vorfreude geweckt werden, teilt Mediensprecherin Chiara Cimma mit. Gleichzeitig wird das hiesige Weltjugendtag-Kreuz von Lugano nach Stans gebracht.
Regula Pfeifer
Auf den Sonntagabend, 18.30 Uhr, sind interessierte junge Menschen in die Pfarrkirche von Stans im Kanton Nidwalden eingeladen. Ihnen wird ein «Warm-up»-Event für den nationalen Weltjugendtag versprochen, der vom 12. bis 14. Juni in derselben Ortschaft stattfinden wird.
Chance für ersten Einblick
«Der Anlass richtet sich bewusst an eine breite Zielgruppe», schreibt Chiara Cimma, Mediensprecherin des Anlasses und OK-Mitglied von Weltjugendtag Schweiz. Besonders eingeladen seien junge Menschen, die danach am Weltjugendtag teilnehmen werden, aber auch Interessierte aus Stans und Umgebung. «Gerade für jene, die den Weltjugendtag noch nicht kennen, bietet der Event eine niederschwellige Möglichkeit, einen ersten Einblick zu erhalten und die besondere Atmosphäre zu erleben», so Cimma.
«Der Anlass richtet sich an junge Menschen – besonders an jene, die sich für den Glauben interessieren oder auf der Suche nach Orientierung sind», schreibt Ivan Saric. Der Priester und Kaplan der Seelsorgeeinheit Oberes Toggenburg wird im Juni als Weltjugendtag-«Speaker» auftreten.
Lobpreis, Musik, Beisammensein
Der Anlass vom nächsten Sonntag soll «die Begeisterung für den nationalen Weltjugendtag spürbar werden lassen», so Cimma. Ziel sei, die teilnehmenden jungen Menschen innerlich darauf einzustimmen. Es wird Inputs, Lobpreis und Anbetung geben. Auch eine der drei Bands «Good Weather Forecast», Laprit und DJ Samuko, die für den nationalen Weltjugendtag gebucht sind, wird bereits am Sonntag aufspielen. Welche es ist, ist noch nicht zu erfahren. Anschliessend gebe es ein gemütliches Beisammensein.
Kopie des originalen Weltjugendtag-Kreuzes
Auch die offizielle Kreuzübergabe wird am Sonntagabend stattfinden. Das Kreuz wird von Lugano hergebracht, wo letztes Jahr im Mai der nationale Weltjugendtag stattfand. Das Kreuz sei eine Kopie des originalen Weltjugendtag-Kreuzes, das an den internationalen Weltjugendtagen aufgestellt werde, weiss Cimma. Es sei damit Teil der weltweiten Weltjugendtag-Bewegung.
Papst Johannes Paul II. hat bei der Gründung des Internationalen Weltjugendtags vor rund 42 Jahren den Jugendlichen das originale Weltjugendtagskreuz übergeben. Seither sei es ein zentrales Symbol des Anlasses, das von Ort zu Ort weitergereicht werde, so Cimma.
Den Glauben weitertragen
Das Weiterreichen des Kreuzes «ist ein Zeichen, dass der Glaube nicht für sich behalten, sondern weitergetragen wird von Generation zu Generation und von Gemeinschaft zu Gemeinschaft», sagt Saric. «Das Kreuz selbst steht im Zentrum unseres Glaubens. Es erinnert an die Liebe Jesu, die bis zum Äussersten geht.»
Am Weltjugendtag im Juni werden Bischof Joseph Maria Bonnemain als Ortsbischof und Weihbischof Alain de Raemy als Jugendbischof Messen leiten. «Das unterstreicht die kirchliche Bedeutung des Anlasses», sagt Cimma. Sie gibt ihrer Freude darüber Ausdruck, dass de Raemy den ganzen Samstag über in Stans präsent sein werde. So hätten die Jugendlichen die Möglichkeit, sich mit ihm auszutauschen.
Der Weltjugendtag in Stans soll «ein lebendiges Fest des Glaubens» werden, bei dem «junge Menschen tief berührt und nachhaltig gestärkt werden», so hofft Cimma. Und Saric fügt hinzu: «Ich hoffe, dass sie erfahren: Mein Glaube trägt und ich bin damit nicht allein unterwegs.» Und er wünscht sich, dass «die Erfahrungen dieser Tage danach in Freundschaften und im persönlichen Leben weitergehen».
Ivan Saric ist Speaker am Weltjugendtag in Stans
Der St. Galler Priester Ivan Saric beteiligt sich als Speaker am nationalen Weltjugendtag in Stans vom 12. bis 14. Juni. Seine Motivation dafür erklärt er kath.ch gegenüber: «Ich engagiere mich für den Schweizer Weltjugendtag in Stans, weil mir junge Menschen und ihr Glaubensweg am Herzen liegen. Ich erlebe in meiner täglichen Arbeit, dass viele auf der Suche sind nach Orientierung, nach Sinn, nach einem tragfähigen Fundament für ihr Leben. Der Weltjugendtag bietet dafür einen Raum. Gleichzeitig ist es mir wichtig zu zeigen, dass Glaube nichts Abgehobenes ist, sondern mitten ins Leben gehört. Solche Tage können helfen, den eigenen Glauben neu zu entdecken, zu vertiefen und mit anderen zu teilen.» (rp)
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