Schweiz

Wahlen 15 – Frieda Steffen beantwortet Gretchenfragen zu Religion

Andermatt, 25.9.15 (kath.ch) Wie halten Sie es mit der Religion? Diese Frage stellt kath.ch Politikerinnen und Politikern vor den Wahlen 2015. Es handelt sich frei nach Goethe um die «Gretchenfragen»: Religiöse Symbole, Religion im Unterricht, Anerkennung des Islams, Religion und Politik in Bundesbern. Frieda Steffen ist Mitglied der CVP und Vizepräsidenten des Landrats im Kanton Uri. Sie kandidiert neu für den Nationalrat.

Charles Martig

Welche Bedeutung dürfen religiöse Symbole in der Öffentlichkeit haben?

Frieda Steffen: Religiöse Symbole wie Kirchen, Kapellen, Kreuze, Wegkreuze und Bildstöckli gehören zu unserer Kultur. Sie haben eine wichtige Bedeutung seit Jahrhunderten und sollen dies auch in Zukunft haben. In öffentlichen Gebäuden wie Schulen sollen weiterhin Kreuze aufgehängt werden dürfen.

Gilt das für alle Religionen?

Steffen: Die bestehenden Regelungen sollen beibehalten werden,  das heisst alle Religionsgemeinschaften oder Religionen haben ihre eigenen Kirchen.

Soll christliche Religion in der Schule unterrichtet werden?

Steffen: In der heutigen, multikulturellen Schule wird es zunehmend schwierig, christliche Religion zu unterrichten. Es werden immer mehr Kinder eingeschult, die keiner Religion angehören. Die Themen wie Ethik und Religion werden im Rahmen des Lehrplans unterrichtet und betreffen alle Schülerinnen und Schüler.

Wie weit sollen sich Kirchen in der aktuellen Flüchtlingsfrage engagieren?

Steffen: Die Kirchen sollen im Rahmen ihrer Möglichkeiten in der Flüchtlingsfrage aktiv bleiben.

Wie stellen Sie sich zur staatlichen Anerkennung des Islams in der Schweiz?

Steffen: Ich bin gegen die staatliche Anerkennung des Islams. Wir würden damit nur eine Religion der Landeskirche gleichstellen. Wir  müssten andere Religionen wie Buddhismus und Hinduismus auch als Landeskirchen anerkennen.

Welchem Kirchen- oder  Religionsvertreter würden Sie von sich aus eine Zutrittserlaubnis für das Bundeshaus erteilen?

Steffen: Ich kenne einige christliche Kirchenvertreter, denen ich eine Zutrittserlaubnis erteilen würde, konkret zum Beispiel meiner Schwester, die als Pastoralassistentin arbeitet, oder unserem Pfarrer, unserem Pastoralassistenten oder unserem Generalvikar Martin Kopp.

Was wünschen Sie sich als Politikerin von der katholischen Kirche?

Steffen: Als Politikerin habe ich keine konkreten Wünsche an die katholische Kirche.

Welche Rolle spielen Kirche und Religion in Ihrem Leben?

Steffen: Ich bin in einem katholischen Elternhaus und Umfeld aufgewachsen. Kirche und Religion spielen in meinem Leben eine zentrale und sehr wichtige Rolle. Wir leben den christlichen Glauben auch in unserer Familie.

 

Kurzporträt Frieda Steffen

Partei: CVP

Wohnort: Andermatt UR

Beruf: Landwirtin

Zivilstand: verheiratet

Konfession: römisch-katholisch

Webseite: www.friedasteffen.ch

Frieda Steffen, Nationalratskandidatin CVP | © 2015 zvg
25. September 2015 | 07:00
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